Die 10 schlimmsten Verkehrshindernisse

in Deutschland
1. Baustellen
2. Die Polizei
3. Auf Fahrbahn oder Wegen stehende Fahrzeuge
4. Schnee, Überschwemmungen, Wind usw.
5. Überschilderung inklusive Ampeln
6. Straßenfeste & Weihnachtsmärkte
7. Kopfsteinpflaster & andere Straßenschäden
8. Demonstrationen, Kundgebungen
9. Granulat, Rollsplitt usw.
10. Unfallstellen

In der Bewertung wurden vor allem der Grad der Unumgehbarkeit und die Häufigkeit des Auftretens berücksichtigt, darüber hinaus aber auch der potentiell angerichtete Schaden. Es geht hier stets nicht allein um Zeitverlust, sondern wesentlich auch um Gefahrenstellen.
Die Betrachtung versucht, die Perspektiven aller Verkehrsteilnehmer zusammenzufassen. Für Füßgänger und Radfahrer allein würden zum Beispiel die Baustellen in der Rangliste deutlich nach hinten fallen.
Hauptzweck dieser Liste ist der Hinweis auf vermeidbare Verkehrshindernisse. Inwiefern dies auf die einzelnen Arten zutrifft, ergibt sich teils von selbst, soll aber dennoch ebenfalls Andeutung finden.
Nicht extra gelistet wird affektartiges, kurzzeitiges Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer; dieses ist oft auf Irritation und/oder Fehlinformation zurükzuführen und somit zu großen Teilen den aufgeführten Hindernissen zuzuordnen.

1. Baustellen

Baustellen stellen sowohl eines der großflächigsten als auch eines der dauerhaftesten und eines der teuersten Verkehrshindernisse dar. Dies gilt besonders im Falle eines öffentlichen Bauherrn. Aufgeblähte Verwaltungen und unmarktwirtschaftliche Auftragsvergabe sind Hauptursachen für diese Dimensionen. Darüber hinaus bilden Baustellen eine gern unterschätzte Gefahrenquelle und somit Ursache für Unfallstellen.
Dass Baustellen nun einmal grundsätzlich zunächst notwendig sind, ist dabei unbestritten. Nicht notwendig sind wochen- und monatelang brachliegende Stätten. Leider ist es übliche Praxis bei öffentlichen Bauherrn, die konsequente Auftragserfüllung nicht hinreichend sicherzustellen. Fast jede Baumaßnahme dauert daher weit länger als versprochen - und ist oft um ein Vielfaches teurer. Der Flughafen Schönefeld bildet hier nur das prominenteste Beispiel.

2. Die Polizei

Bereits die ständig steigende Zahl von Streifenfahrzeugen kann strenggenommen als Verkehrshindernis angesehen werden. Denn anders als normale Verkehrsteilnehmer haben Polizisten während eines Großteils ihres Unterwegsseins gar kein konkretes Ziel, sondern spazierenfahren nur kriechend langsam umher. Allein dadurch unterscheiden sie sich in ihrer nicht auf den Zweck des Ankommens gerichteten Bewegung vom sonstigen Verkehrsfluss. Auch psychologisch stellen sie ein Hemmnis für die regulären Verkehrsteilnehmer dar, welche sich überwacht vorkommen müssen.
Es sind auch genau die dehnbaren und überdehnten Kompetenzen, die sie in der angeblichen Verkehrsregulierung innehaben, welche in Wahrheit ganz aktiv und massiv Verkehr behindern. Hierbei wird dem Bürger oftmals seine Mündigkeit schon im Voraus per Verordnung abgesprochen. Entsprechend wird allgemein im Beisein von Polizei ein unsichereres und objektiv unvernünftigeres Verkehrsverhalten gezeigt. Um so mehr gilt dies nach polizeilicher Demütigung bei nichtigen "Ordnungswidrigkeiten". Mancher wird seinen Weg aus Zorn und Verzweiflung deutlich unaufmerksamer und aggressiver fortsetzen und damit zu einem Unfallrisiko und neuem Verkehrshindernis.
Besonders aufsehenerregend wird der verkehrsverhindernde Charakter der Polizei, wenn sie Demonstrationen oder ähnliche Veranstaltungen begleitet und diese dabei nicht nur körperlich unangemessen aufbläht, sondern auch ausbremst und dadurch zeitlich verlängert. Gleiches gilt für Eskorten, wo für einen wahnwitzig langen Tross sogar die sonst für so heilig erklärten Ampeln nicht mehr gelten. (Auf diese Weise 'geschützte' Staatsgäste wären übrigens mit einer weniger auffälligen Strategie statt dieses 'Hierbinichbeschießtmich!' besser beraten.)
Auch sonst bekommt man immer wieder gezeigt, dass für die uniformierten Herrschaften keinerlei Verkehrsregeln zu gelten scheinen. Um so unpassender, wenn sie bei anderen darüber urteilen dürfen. Gesunder Menschenverstand zählt hier leider selten etwas.
Selbst die Sirenen muss man als Verkehrsbehinderung und Verkehrsverunsicherung betrachten. Wo Krankenwagen in aller Regel nur im Herannahen an eine unübersichtliche Kreuzung ihren Lärm erzeugen, kreischen Polizeibeamte noch meist in maßloser Selbstüberschätzung ohne jede Pause durch die Straßen, mögen jene auch noch so frei und geradlinig sein. Dabei wird bereitwillig übersehen, dass Lärm nicht nur Gesundheitsschäden verursacht. Er lenkt auch vom eigentlichen Verkehrsgeschehen ab. Die viel zu laut eingestellten Sirenen verlangen selbst von mehrere Kreuzungen entfernten Verkehrsteilnehmern noch eine Aufmerksamkeit, die ihnen nicht zukommt. Sie können dadurch leicht selbst zur Unfallquelle werden. Vom Tatbestand der nächtlichen Ruhestörung nach 22 Uhr - wenn die Straßen doch eigentlich ohnehin viel freier sind und man das blendende und verwirrende Blaulicht noch schwerer übersehen kann - einmal ganz zu schweigen.

3. Auf Fahrbahn oder Wegen stehende Fahrzeuge

Hiermit sind vor allem falsch parkende Kraftfahrzeuge gemeint. "Nur mal eben kurz" wird gewöhnlich recht langwierig, um so mehr für jene, die gerne daran vorbeikommen würden. Da wird in zweiter Spur geparkt oder auch quer über Rad- und Fußweg, dass selbst ein Kinderwagen keine Chance des Fortkommens mehr hat. Leider bietet die Polizei auch in diesem Punkt kein gutes Vorbild.

4. Schnee, Überschwemmungen, Wind usw.

Naturerscheinungen bilden die einzige Gruppe nicht menschengemachter Verkehrshindernisse. Fraglos können sie mit vollendeter Macht zuschlagen, die alle anderen Fährnisse auch zusammengenommen noch übertrifft. Allerdings sind sie in dieser starken Form so vergleichsweise selten und in ihrer gewöhnlichen eher einfach bloß lästig, dass sie doch nur diesen Platz erreichen.

5. Überschilderung inklusive Ampeln

Studien belegen immer wieder, wie die Überschilderung den Verkehrsteilnehmer überfordert. Immerhin wird dies zunehmend auch in der Verkehrsverwaltung erkannt; Schilder und Ampeln werden nach und nach ihres tatsächlichen Nutzens überprüft.
Leider lässt sich kaum eine Kommune gern die Einnahmen aus Strafgeldern entgehen, was einem wirkungsvollen Abbau überzähliger Verkehrshinweise entgegenwirkt. Zudem wäre eine Regelung wünschenswert, in welcher zumindest manche Schilder und Leuchtzeichen tatsächlich als unverbindliche Hinweise wahrgenommen werden dürften. Gewiss ist es ein erster Schritt, wenn zum Beispiel manche Ampeln nachts oder an Wochenenden abgeschaltet werden; sie sollen ja den Verkehr regeln - wenn keiner vorhanden ist, sollte man sie folglich ignorieren dürfen. So verhält es sich ja auch bei einem Stopp-Schild.

7. Kopfsteinpflaster & andere Straßenschäden

Nützlich ist Kopfsteinpflaster zum Beispiel auf Parkstreifen und ähnlichen Stellen, wo es natürgemäß kaum eine Behinderung oder Gefahr darstellt, um dort Regenwasser ein Versickern zu ermöglichen. Inzwischen gibt es auch Techniken, welche Kopfsteinpflaster eine benutzbare Oberfläche verleihen.

8. Demonstrationen, Kundgebungen

siehe auch
2. Die Polizei

9. Granulat, Rollsplitt usw.

Während normalerweise vor Rollsplitt durch Ausschilderung gewarnt wird, verteilt man für teuer Geld im Herbst und Winter tonnenweise Dreck auf den Straßen. Der vorgeschobene Grund der Sicherheit erweist sich als trügerisch: Sand und Granulat sind nur an jenen wenigen Stellen hilfreich, wo tatsächlich Glatteis vorliegt. Auf 'vorsorglicher' Streuung rutscht es sich nun einmal viel besser als auf regulärem Straßenbelag. In Verbindung mit Schnee wird hingegen nur der Effekt erzielt, mehr hinderliche Masse herumliegen zu haben. Bei Schmelze bindet Streumaterial die Nässe, die schlechter ablaufen oder absickern kann, somit einem bald wieder einsetzenden Frost erhalten bleibt und für neue, gründlichere Glätte sorgt. Zu allem Überfluss greift Granulat auch noch Reifen und Schuhwerk an.

10. Unfallstellen

Alle anderen Hindernisse führen häufig auch zu Unfällen, daher siehe auch insbesondere 1. Baustellen und 2. Die Polizei.


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