Der Kiezbote fragte: Ab 2017 bekommt der Sprengelkiez keine Unterstützung mehr vom QM. Wir wollen einen Fond schaffen, in den jeder Bewohner die Möglichkeit hat einzuzahlen, um gemeinnützigen Organisationen zu helfen. Gelder werden "aus dem Kiez für den Kiez" gesammelt. Was hälst du davon?

Zunächst einmal begrüße ich die Eigeninitiative. Anstatt zu jammern, gehen unsere Kiezakteure kreativ mit der Situation um. Man wird die gesammelten Gelder zielgerichteter und unbürokratischer einsetzen können, als wenn man noch wie bisher den Ämtern darüber Rechenschaft geben müsste.
Natürlich bleibt offen, ob der bereits erzielte Erfolg andauern wird. Die Begeisterung manchen Spenders mag mit der Zeit nachlassen - um so mehr bei beteiligten Politikern, wenn erst die nächste Wahl vorüber ist.
Für kleine Anschaffungen oder allgemeine Veranstaltungen wie das Sprengelhausfest jedoch dürfte der Kiezfond auch dauerhaft eine Hilfe sein. Wichtig ist dabei, dass sie für möglichst viele sichtbar und nutzbar sind, also ganz anders als steuerfinanzierte "Leistungen" des Staates. Die Leute müssen wissen, was mit ihrem Geld geschieht. Wenn sie selbst auch etwas davon haben, steuern sie gern wieder etwas bei.

Dieser Artikelteil erschien im Kiezboten vom Dezember 2016.


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Oliver H. Herde