Gedanken zum Tag

10.10.17

Unsere Layouterin muss in Kürze gaaanz überraschend in den Urlaub fahren, die Arme! Da hilft ihr die gesamte Redaktion natürlich gern mittels Verdoppelung des Arbeitstempos. Wer dabei vor Stress umfällt, kann ja im Liegen weitermachen.

8.10.17

Gewiss, die vielen umgestürzten Bäume tun mir sehr leid. Tatsächlich habe ich den ersten jedoch erst am Samstag selbst gesehen. Die Anzahl der Todesopfer mag ich manchem zu mathematisch nüchtern betrachten. Ansichtssache. Menschen aber "aus Sicherheitsgründen" außerhalb von Fahrzeugen stehen zu lassen, wie es mir über die BVG zugetragen wurde, erscheint mir dann dem Sicherheitsgedanken doch eher zu widersprechen. Andererseits hatte ich auf dem Rad während des Sturmes keine persönlichen Eindrücke, die ich als besonders hervorhebenswert bewerten könnte. Mit den mitteleuropäischen Naturereignissen und ihren Nebenwirkungen liegen wir doch in einem außerordentlich gemütlichen Bereich.

5.10.17

Sturm? Noch etwas, um das zuviel Wind gemacht wird.

4.10.17

Unvermindert gelten meine Tagesgedanken vom 4.5.16.

24.9.17

Meine Wunschpartei und 8 weitere stehen nicht auf dem Stimmzettel; anscheinend treten sie in meinem Wahlkreis alle nicht an. Sehr enttäuschend. Aber mit der attischen Urdemokratie, der Volksherrschaft der Athener hat diese Veranstaltung ohnehin noch herzlich wenig zu tun. Wir durften wieder lediglich darüber abstimmen, wer über uns bestimmen soll.

23.9.17

Die Erkrankung zweier Damen bringt unsere Rollenspielrunde zum Platzen und dadurch meine Wochenendplanung so sehr durcheinander, dass es mir unter anderem beinahe nicht mehr möglich gewesen wäre, morgen wählen zu gehen.

15.9.17

Im nächsten Jahr werde ich erstmals meinen eigenen Kalender benutzen, da mir alle anderen immer aus irgendwelchen Gründen nicht wirklich gefallen.

11.9.17

Meine Stellungnahme zum Wahlomat und Kandidatencheck ist fertig.
(Die erste gegenwärtig im Bundestag vertretene Partei landet bei mir übrigens auf Platz 12 - was zwar nicht viel bedeutet, meinem Bauchgefühl jedoch auch nicht merklich widerspricht.)

7.9.17

In unserem Kiez bewies jemand guten Geschmack, Humor und wohl auch Gerechtigkeitssinn, indem er offenbar parteiunabhängig einige Wahlplakate umdrehte...

22.8.17

Gewiss, die Menschheit in ihrem gegenwärtigen Entwicklungsstudium braucht Nachtwächterstaaten, damit sie sich nicht die Köpfe einschlägt. Aber ein Staat, seine Regeln und seine Verwaltung dürfen nicht so weit ausufern, dass sie geistige, körperliche oder wirtschaftliche Schaffenskraft ersticken. Wir brauchen freie Entfaltung und Eigeninitiative. Ob die Ziele des Freiheitskampfes von 1848 noch zu unseren Lebzeiten zur Gänze umgesetzt werden können, mag einstweilen dahingestellt bleiben; aber man sollte sie nicht aus den Augen verlieren zugunsten der Illusion des friedlich freudigen Eierkuchens.

19.8.17

Eine der größten Schwierigkeiten des Lebens ist das Erkennen, was einen wirklich zufrieden werden lassen kann. Jenes im Anschluss umzusetzen, ist nur noch der Rest eines begonnenen Weges.

18.8.17

Wenn die Regelmäßigkeit in meinem Leben nicht bald wieder Oberhand gewinnt, sinke ich bis Ende des Jahres auf 60 kg Lebendgewicht ab. Überhaupt ist es interessant, mit wie abwechslungsreich vielfältigen Warnsignalen mein Körper auf den dauerhaften Missstand aufmerksam zu machen versucht.

17.8.17

Mein Tanzbuch enthält nunmehr Tanzanweisungen für über 200 Volkstänze und höfische Tänze aus acht Jahrhunderten; dazu meist Herkunftsangaben, allerlei historische Hintergründe, einzelne Varianten und Liedtexte, ferner ein reichhaltiges Literaturverzeichnis sowie ausführlicher Index und Inhaltsverzeichnis. Es befindet sich in beständiger Erweiterung, ist auf deutsch und frei von Abkürzungen, dennoch platz- und somit papiersparend und darüber hinaus vollkommen kostenlos.

6.8.17

Nun müssen wir wieder die einfältigen Politikergesichter auf den Straßen ertragen. Freilich weit schlimmer sind die fast durchweg närrischen Werbesprüche, Versprechungen und Forderungen. Mich kann das alles jedenfalls nicht davon überzeugen, jene Leute seien in irgeneiner Hinsicht notwendig.

26.7.17

GEFAHR FÜR ASGARD, der zweite Band von Projekt Caniron ist nun endlich nach seiner Überarbeitung als E-Buch bei Tolino erschienen.

24.7.17

Das Ziehen der Fäden gestaltete sich so überraschend kurz und schmerzfrei, dass ich mich frage, was sie überhaupt noch gehalten haben. Aber so verwundert es um so weniger, dass ich die Hälfte davon bereits vorab zerkaut und verschluckt hatte.

20.7.17

Der Schatz der Silingen ist gefunden! Nun bleibt nur noch die Frage, wer ihn am Ende bekommt...

19.7.17

Mit dem Zweiten sehe ich schlechter:

17.7.17

Nach langem Ringen mit mir selbst hatte ich mich für eine Zahnimplantation statt einer Brücke entschieden. Ob ich damit auch gewonnen habe, erfahre ich hoffentlich erst in vielen Jahren.
Die mich am meisten beruhigende Aussage, es gehe mir nach der Operation wie nach einem gezogenen Zahn, mag jedoch für ab dem Has abwärts gemeint gewesen sein. Da hatte ich zuletzt von der Betäubung abgesehen keinerlei Beschwerden. Nun hingegen wechsele ich gegen die Schwellung im Akkord die Kühlkissen und bestaune die satten rot-blauen Farben des grozügig um mein Auge ausgebreiteten Blutergusses.
Das eigentliche Hauptproblem sehe ich dabei im weiteren Verlust liebgewonnener Regelmäßigkeit. Eine Woche kein Tanz, und ich soll auf Milchprodukte verzichten...

2.7.17

Volkswirtschaften sind wie natürliche Organismen, welche mit ihren Nachbarn in Symbiose leben. Erst staatliche Eingriffe wie Zölle und Kriege stören das Miteinander, wohingegen Steuern und Subventionen sich wie Tabletten verhalten, deren Nebenwirkungen man niemals ganz überschauen kann. Wenn natürliche Phänomene der Wirtschaft wie Unkraut bekämpft werden, mag man eines Tages erkennen, dass man gerade jene Pflanze ausgerottet hat, die den Krebs immer verhinderte.

30.6.17

Ja, na gut, es war etwas feuchter gestern... Aber mit dem Rad trotzdem kein Problem. Ich habe am Großen Stau - äh, Stern - und anderswo sehr in mich hineingeschmunzelt.

27.6.17

Wie man sich das vorstellen muss, wenn eine Hose 'schlimm fit' ist, kann mir ja auch gleichgültig sein - um so mehr, wenn sie dort, wo ein Reißverschluss hingehört, Knöpfe hat...

22.6.17

Das Schönste am Regen ist, dass der Kettenraucher unter mir dann die Fenster schließt.

7.5.17

Ein erster Entschluss steht fest: Wenn ich mich für ein Implantat entscheiden sollte, werde ich nicht bloß wegen der Zwangsversicherung bis zum Januar damit warten. Letztlich kostet es ähnlich viel wie ein Jahresversicherungsbetrug -äh- -beitrag. Also sind die Kosten ebenso wie die Zahlungsmodalitäten meiner Versicherung eher keine hilfreichen medizinischen Argumente bei der Auswahl des Zahnersatzes, sondern wieder einmal nur gegen den Versicherungszwang. Im übrigen erspart mir baldigeres Handeln auch eine unsägliche Prothese.

5.5.17

Die Prothese für den fehlenden Zahn ist schund: Sie fällt herab, sobald ich meine Zähne auseinandernehme. Tu ich dies jedoch nicht, beiße ich auf die Metallklammern.
Als ich nachfrage, ob das alles denn noch andere Zwecke als kosmetische verfolge, werde ich bestätigt und winke ab. Allein der Gaumenteil des kleinen Monsters stört mich mindestens so wie die Zahnlücke. Wozu also! Lediglich auf längere Zeit sollten die Nachbarn daran gehindert werden, zusammenzurücken, was ich erstmal mit meiner oberen Beißschiene ebensogut erreichen kann.

2.5.17

Die Wurzelbehandlung; Letzter Teil: Ach, hätte ich jetzt gern eine Wurzelbehandlung!
Um nach meiner bevorstehenden Zahnbehandlung mal ein paar mehr weiche Dinge im Hause zu haben als an den Tagen, an denen man nicht einkaufen darf, radle ich mit leidlich gefülltem Korbe wieder heim, da springt mir die Kette herunter. Ich stelle es ab, um nach irgendeinem Papiermüll zu suchen, mit dem man sie unbefleckt anfassen kann, da bläst mir der Wind das Rad um. Zwei Schokopuddinge, das Joghurt für Conny und der Quark sind geplatzt. Mit ersteren steht dann wenigstens schon mal das Mittagessen fest, da ich eh nichts mehr kauen kann.
Der Regen auf der Fahrt zum Zahnarzt genügt nicht, all die Spritzer der halbflüssigen Speisen von Rad, Zubehör und Kleidung vollends abzuwaschen - nur für nasse Oberschenkel auf dem Behandlungsstuhl. Immerhin lässt er nach, als ich mit einem Zahn weniger wieder heimkehre, da er nun ja nicht mehr gebraucht wird. Den Zahn hingegen werde ich wohl noch eine ganze Weile vermissen.
Zuhause lese ich dann im mir mitgegebenen Merkblatt, man solle wegen der Betäubung nach Zahnextraktionen nicht mit dem Auto fahren. Das Rad genommen zu haben, war also wie zumeist die richtige Wahl. Versäumen Sie nicht die Romanfortsetzung als Fortsetzungsroman: "Brücke oder Implantat?"

1.5.17

Abends bemerke ich die Beweglichkeit des Zahnes. Meine erste Annahme scheint sich also doch wieder zu bestätigen.

30.4.17

Beim Früchstück beiße ich in eine durchaus weiche Birne. Das knackende Geräusch und den Schmerz hätte man so also nicht erwartet. Ich beruhige mich, hier sei nicht der Zahn, sondern die Füllung gebrochen. Meine hauptsächliche Schlussfolgerung ist, dass gesetzliche Sonntage auch nicht besser sind als gesetzliche Feiertage.

29.4.17

Bei einer Millionenstadt erscheinen ein paar hundert Demonstranten gegen den Rundfunkzwangsbeitrag erbärmlich wenig. Aber ein paar Passanten gesellen sich dann doch noch spontan zu uns. Die anderen tun, was die breite Masse eben üblicherweise so gegen Totalitarismus tut: dumm glotzen.

27.4.17

Mein erstes Gefühl hat mich doch nicht getrogen: Eiter unter dem Zahn.

23.4.17

Wir tanzen im "öffentlich-rechtlichen Fernsehen". Fraglos ein sehr kurzer Suchspaß bei rund zwei Minuten Dauer und so vielen anderen Leuten im Bild. In unserem Youtube-Kanal kann man uns statt dessen langfristig und ausführlich beschauen.

18.4.17

Erstmal merke ich fast gar nichts mehr! Die Belastungen der letzten Wochen - oder eher Monate - haben bei mir ja schon die eigenartigsten Körperreaktionen hervorgherufen.

16.4.17

Aufgrund der wechselhaften Symptome ist auch eiertagsstressbedingtes Aufbeißen als Ursache nicht auszuschließen.

14.4.17

Der hohen Druckempfindlichkeit meines Schneidezahns zufolge, mag eine Wurzelbehandlung anstehen. Jedenfalls stellt die Unerreichbarkeit von Zahnärzten einen weiteren guten Grund, staatlich vorgeschriebene Feiertage abzulehnen.

11.4.17

Conny rügt sich selbst für ihr Trödeln: "Ich tu so, als hätte ich ewig viel Zeit!"
Ich: "Du versuchst es also mit der sich selbst bewahrheitenden Behauptung?

10.4.17

Als Kind habe ich mich immer wieder gefragt, wer eigentlich dieser Lenz ist, der da offenbar zu Besuch kommt und um dessentwillen die Mädchen 'Trallala' singen...

11.3.17

Für einen Schriftsteller sind Probeleser ja immer eine empfehlenswerte Idee, um grobe Fehler zu vermeiden. Noch mehr gilt dies, wenn man die Reaktion des Publikums direkt beobachten kann. So ist ein Höhepunkt unseres Wochenendes stets, wenn ich Conny die neuesten Seiten von Wilhelmine vorlese. Diesmal kann sie mich von einer Szene abbringen, mit der ich selbst nicht recht zufrieden war. Ihre Lösung des Problems ist viel einfacher und naheliegender und daher passender als meine und führt doch zum gleichen Ergebnis.

4.3.17

Nach langem Hin und Her mit Suche nach einem Termin und einem Kino, welches den Film nach mehr als 10 Spielwochen noch in 2D und auf deutsch zeigt, haben wir nun also endlich die Episode 3,9 des Krieg der Sterne gesehen.
Schurke Eins hat mich sehr beeindruckt, aber auch erschüttert. Interessante Charaktere, herrliche Bilder und köstliche Anspielungen auf Episode 4 für die Eingeweihten lassen den Film zu einem großen Erlebnis werden. Die Hauptcharaktere der Reihe vermisst man keineswegs - im Gegenteil: C-3PO ist zum ersten Mal nach vier Teilen wieder erträglich.
Eigentlich würde man gern mehr von einigen der Charaktere sehen. Leider werden allzu viele allzu leichthin verheizt. Mag sein, man wollte damit die Schrecken des Krieges deutlicher zeigen - für mich riecht dies eher nach vs-amerikanischem Pathos.
Auch die Verpackung des Filmes lässt stellenweise zu wünschen übrig. Den Titel empfinde ich als schwach motiviert und wenig klangvoll. Es fehlt der charakteristische Einleitungstext, welchen man gut in den Zeitsprung hätte platzieren können.
Und warum eigentlich wird Komponist John Williams vertreten? Michael Giacchino soll gesagt haben, dass er sich um etwas Neues und Eigenständiges bemüht habe. Für mich klingt das nach einer Entschuldigung, John Williams nicht getreuer nachempfunden zu haben. Dadurch kommt für den Musikliebhaber etwas weniger Krieg-der-Sterne-Stimmung auf. Gewiss gibt es viele gute Ansätze und einen durchaus ohrwurmelnden neuen imperialen Marsch, doch hätte ich mir hier zwischendurch auch ein paar mehr bekannte Melodien als verbindendes Element gewünscht.
So gelangt der Film in meiner persönlichen Liste mit Episode 4 und 7 ins Mittelfeld; an 5 und 6 kommt er für mich nicht heran.

28.2.17

Wieso 'fast Nacht'? Es ist doch eigentlich recht hell heute...

19.2.17

Geruhsamer Alltag, lieber Gefährte! Welch Freude, dich nach all der langen Zeit endlich einmal wiederzusehen! Wie lange kannst du bleiben?

17.2.17

Anscheinend wurden die Bänke in der Friedhofskapelle ganz bewusst mit einer vorstehenden Kante am oberen Lehnenrand versehen, damit man seine demütige Trauer deutlicher mit einer krummen Haltung zeigt. Innerlich lenkt mich das jedoch eher davon ab. Um so mehr die Rede des gewiss wohlmeinenden Pfarrers, welche von einer mir so vollkommen fernstehenden Weltanschauung zeugt und mir dadurch auch den Verstorbenen etwas entfremdet. Erst Connys ergriffener Gesichtsausdruck führt mich zum eigentlichen Thema dieser Veranstaltung zurück.

13.2.17

Nun hätten wir morgen endlich mal Zeit, den neuen Krieg der Sterne zu sehen, aber anscheinend gibt es nur noch ein paar Vorstellungen auf englisch oder in 3D oder gar beides. Schade. Bis der mal ins Fernsehen kommt, habe ich wohl keins mehr. Vielleicht kann ich ihn mir wo ausleihen.

7.2.17

Wenn wie eben beobachtet allein in der Tegeler Straße innerhalb einer Viertelstunde ganze vier Polizeiwagen spazierenfahren, kann von Unterbesetzung ja wohl nicht das kleinste bisschen Indiz einer Rede sein.

2.2.17

Um den Kapitalismus wirklich verstehen zu können, muss man unter anderem zuerst einmal wissen, dass Geld nicht das einzige und nicht einmal wichtigste Kapital ist. Immobilien oder Maschinen können ebenso zum Kapital einer Privatperson, eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft gehören wie Geschäftskontakte, Mitarbeiter und die Umwelt allgemein. Insbesondere die letzteren beiden müssen gesund sein, um als Kapital funktionieren zu können, andernfalls erzeugen sie Kosten. Das vermutlich stets nützlichste Kapital ist hingegen das Wissen selbst.

30.1.17

21 Jahre sind eine lange Zeit, in welcher in den Geburtstagsgrüßen wohl schon so ziemlich alles gesagt worden ist, was sich aussagen lässt. Und dennoch ist jeder Ebertag neu, da neue Charaktere in neuen Kombinationen neue Geschichten erzählen und neue Blickwinkel des Lebens aufzeigen. Dies wird den Grünen Eber noch lange jung erhalten.
Da darf ich ihm und uns allen mal wieder herzlich gratulieren.

27.1.17

Sogar die Ankündigung der Beitragserhöhung der Krankenzwangsversicherung bestätigt nun meine Vorbehalte gegen die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Da die Rückstellungen am Kapitalmarkt angelegt werden, müssen die entgangenen Zinseinnahmen anderweitig beschafft werden. Erstmalig spricht bei dieser Gelegenheit ein Versicherungsunternehmen offen und ehrlich von Betrug: "Betrug die Nettoverzinsung 2010 noch 4,0%, waren es 2015 nur noch 3,1%."
Bleibt zu hoffen, dass die EZB bald von ihrem Tun ablässt und es eines Tages kein Gremium mehr geben wird, welches zetralistisch einen Leitzins beschließt, sondern ein dann freierer Markt dies in der ihm zukommenden Weise selbst regelt.

22.1.17

Ein Hörbuch über nordische Sagen eröffnet mir Tyr und Thor. Allerdings ist Odin nicht nur der hauptsächliche Handlungs-, sondern auch Sympathieträger, indem er sich mittels seiner durch Duldung, Nichteinmischung und Wissensbegierde gekennzeichneten Vorgehensweise als weit weiser erweist, als viele unserer Mitmenschen und die meisten Politiker.

17.1.17

Nun also haben sich nach und nach alle Reisebegleiter Wilhelmines 'bis zum Abend' verabschiedet, und alle vier bewegen sich allein durch den Bergwald. Damit ist die Bühne bereit für den letzten großen ereignisreichen Abschnitt des werdenden Buches.

14.1.17

Hartmut Herde
5.9.1938-14.1.2017

12.1.17

Ganz schön feucht hier, aber das ist bei all der Nässe ja auch kein Wunder...

9.1.17

Es war vollkommen richtig, mal gar nicht zu feiern. Das erspart eine Menge Organisationsstress, und ich habe dennoch neben dem stets rührenden Geburtstagsständchen meiner Freundin auch noch ein weiteres von meiner Tanzgruppe erhalten.

7.1.17

Nach langem Kampf ist es uns endlich gelungen, die Decken zurückzuschlagen.

4.1.17

Nach Absolvierung der Internationalen Stresswochen konnte mein Körper sein verlustiggegangenes Gewicht noch nicht ganz wiedererlangen. Dennoch entdeckt er heute seinen natürlichen Aufwachzeitraum um kurz vor sieben Mitteleuropäischer Zeit. Da sich die Neigung der Erdachse zur Sonne dem noch lediglich widerstrebend anzupassen bereit zeigt, kehre ich nach erster Ortsbegehung in meine Schlafstatt zurück - jedoch nicht mit dem Behufe, die Folgezeit unkalkulierbar zu verschlummern und dabei den inwändigen Kreislauf zu riskieren. Vielmehr lausche ich - linguistisch sensiblen Lesern mag bereits Verdacht erwachsen - den Ausführungen des ehrwürdigen Sprachmeisters Jochen Malmsheimer bei geöffnetem Vorhange. Letzteres dient der genaueren Kontrolle der Lichteinfallszunahme, welchselbige heute gegen acht Uhr einen leidlich annehmbaren Lumenwert erreicht.
Während meiner eingehenderen zweiten Sitzung dringen zu meiner einstweiligen Verwunderung treppenhäusliches Rumoren und Stimmenklang bis an mein Trommelfell vor. Hohles Gurgeln aus den Rohren erklärt alsbald die Situation im mich betreffenden Umfang. Im Duschschlauch finde ich genügend Restwasser für eine behelfsmäßige Handwaschung.
Als einige Minuten später der Spülkasten seine Wiederauffüllung meldet, bedeutet dies zugleich Gelegenheit zur Fortsetzung der Körperpflege. Im Anschluss bereite ich einen Kessel vor zwecks späteren Teeaufgusses oder gegebenenfalls erforderlicher Notwasserung, welchselbige dann jedoch nicht mehr in Anspruch genommen wird. Auch die Ursache jener Unregelmäßigkeit erschließt sich mir mangels informierter menschlicher Lebensformen auf den Stiegen anlässich des Hausverlassens nicht.
Lediglich erinnere ich unwillkürlich abermals der Erkenntnis: Der Versuch, Sinn zu MACHEN, ergibt keinen solchen.

2.1.17

Wir haben überlebt und sind erst einmal wieder in Sicherheit...

24.12.16

Mit seiner Frage nach dem "Sicherheitsstatus" erklärte das Fratzenbuch Berlin in unverantwortlicher Weise zum Katastrophengebiet und schürte die allgemeine Hysterie. Für mich war sofort klar, dass ich dies auf keinen Fall beantworten würde.
Durch beispielsweise Weihnachtsbaumbrände oder gar Nikotin sterben jeweils allein mehr Menschen als durch Gewaltverbrechen. Dennoch fürchtet sich niemand vor toten Bäumen oder Tabakwaren. Zudem war lediglich ein Achtzigtausendstel der Berliner Opfer des stümperhaften Attentats, was eine Bekanntschaft mit den Betroffenen schon mal grundsätzlich höchst unwahrscheinlich macht. Angst nützt nur drei Personengruppen: den Terroristen, den Fremdenfeinden und jenen, die an der Angst verdienen.
Im übrigen weiß sowieso jeder, der mich ein klein wenig kennt, dass ich mich nie freiwillig in die Nähe eines Weihnachtsmarktes begeben würde.

23.9.16

Von den selbstauferlegten Beschränkungen einmal abgesehen, kann übertriebenes Sicherheitsstreben schnell selbst zum Sicherheitsrisiko werden.


2012
2013
2014
2015
2016
Übersicht zu diesen Seiten Erinnerungen:
Italienisches Tagebuch (1995)
Wie ich radfahren lernte (1999)
Notizen aus der Provinz (2014)
Bilder aus der Altmark (2015)
Harz war's (2016)
Weihnachtsgedanken (1995-2014)
Doppelseitiges
Kalenderblatt
2018

(ebenso 2017)

Jahresrückblick
2016