Gedanken zum Tag

19.10.19

Welches Arschloch schickt mir nun auch noch ein Einschreiben!
Das Klügste wäre sicherlich, den Abholschein einfach ins Altpapier zu werfen und sie Sache rasch zu vergessen. Aber genau letzteres fällt mir schwer. Wenn es sich nicht gerade um eine weitere staatliche Schikane handelt, setzt es von mir noch eine erboste Beschwerde - per Mail, selbstverständlich.

18.10.19

Meine Pflichtversicherung hat mir ja bereits vor Monaten vor allem anderen versichert, dass sie die Kosten von Psychotherapien im bestehenden Tarif nicht überimmt. Vom Anwalt höre ich über die Beweispflicht auf unserer Seite, wenn die gegnerische Haftpflichversicherung ihre Aufgabe tun soll. Der kontaktierte Therapeut schließlich scheut das Risiko. Wieder ein Projekt, das man vergessen kann.

In seiner Stimmung passend hierzu ein Auszug einer Mail an meine Direktbank bezüglich der "PhotoTAN":
Nebenbei möchte ich noch einmal betonen, als wie lästig ich das neue Verfahren empfinde. Natürlich ist mir bewusst, dass es von der EU angeordnet wurde. Allerdings wurde der Umstieg von der Comdirect leider erheblich früher als vorgeschrieben erzwungen. Noch ärgerlicher ist die Häufigkeit der Abfragen. Selbst ans Postfach kommt man ohne diesen Unsinn kaum heran. Ich würde mir wünschen, dass dies auf das gesetzlich vorgeschriebene Maß reduziert würde oder man selbst den Grad der "Sicherheit" bestimmen könne.

14.10.19

Ich bremse auch für Münzen.

12.10.19

Auf der Geburtstagsfeier meiner Mutter bestätigt mir ein syrischer Internist ganz unbeabsichtigt, dass die Angelsachsen allgemein kein gutes Lateinisch sprechen.

10.10.19

Nach ersatzloser Absage zweier stressiger Arzttermine geht es mir sogleich merklich besser.

8.10.19

Nicht zum ersten Male werde ich als wandelndes Lexikon bezeichnet. Wie wohltuend!

3.10.19

Erfolg macht wohl auch immer ein wenig größenwahnsinnig. Die künstlich erzeugte hysterische Hektik um ein gewisses jährliches Tanzwochenende will mir durchaus geplant erscheinen. So suggeriert bereits die Wochen vorherige Ankündigung einer späteren Anmeldungsfreischaltung deren gewichtigen Charakter und die unbedingte Notwendigkeit, sich für diesen historisch bedeutsamen Zeitpunkt gebührlich nichts anderes vorzunehmen. Tatsächlich stellen sich offenbar manche Leute den Wecker dafür!
Auch die Einschreibungszeremonie daselbst wird peinlich aufwändig gestaltet, allein die aufopferungsbereitesten und dynamischsten Kandidaten einzulassen, angefangen bei dem langen Login und dem Hochsicherheitspasswort, welche unübersichtlich und schwer zwecks Kopierens zu markieren im Fließtext des Einladungs-PDFs verborgen sind.
Im Anschluss an die Hürden der ersten Immatrikulationshauptabteilung gereicht nicht etwa die Überweisung als ebenfalls eindeutige und vollkommen rechtskräftige zweite Willenserklärung und zweite Anerkennung der ausgedehnten Allgemeinen Geschäftsbedingungen! Denn zu Lasten der Umwelt muss fernerhin ein unterschriebener Vertrag in Papierform per Schneckenpost eingesandt oder doch zumindest ausgedruckt und eingescannt werden. Beinahe erstaunlich daher, wenn die Organisatoren noch immer so leichtfertig auf eine notarielle Beglaubigung verzichten.
Ich schaue mir dies aus der Ferne an und bemühe mich nicht mehr. Bei meinen und anderer Leute Veranstaltungen genügen auf die sofort gültige Einladung hin Meldung und Zahlung in beliebiger Form. Alles Weitere würde mir im Vertrauen gesagt auch zuviel Lebenszeit beanspruchen.

2.10.19

Nun ist es also geschehen: Das allervorletzte Exemplar des Druckwerkes "Das Herzogtum Engasal" ist bestellt worden. Damit wird das allergenauletzte zu einem seltenen Sammlerstück - ob nun gesucht oder nicht. Mögen also die emsigen Vorbereitungen beginnen, selbiges wohlfeil den Bietern vorzuhalten, auf dass jener mit der dicksten Börse gewinne! Wer dieses spektakuläre Ereignis nicht verpassen will, den benachrichtige ich gern per Mail. Muss man mir ja nur sagen...

1.10.19

Mein erst zwei Tage vorher einsetzender Feiertagsstress holt Versäumtes nach und tritt somit um so geballter auf.

30.9.19

Die Religionen entstanden aus dem Bedürfnis, die unerklärliche Welt zu erklären. Ihr Fortbestehen wider alle Wissenschaft beruht auf der Selbstüberhöhung jener Menschen, welche ihre Bedeutungslosigkeit für das Universum nicht ertragen.

29.9.19

Erschrocken stellen wir bei mir Haarausfall auch am Hinterkopf fest. Nun will ich mich doch einmal um eine Unfalltraumatherapie bemühen.

26.9.19

Im Umsonstladen lese ich in einem weihnachtskritischen Werk von drei Fest-gefahrenen Tagen - und bin rechtschaffen begeistert über diese treffliche Formulierung, welche letztlich auf alle älteren gesetzlichen Feiertage passt.

24.9.19

Da muss man sich ja nicht wundern, wenn es so viele Schurken in der Welt gibt: Im Film bekommen sie meist die bessere Musik.

21.9.19

Heute vor Jahren habe ich mein erstes Fahrrad sowie die Grundkenntnisse um dessen Bedienung im Straßenverkehr erworben. Alsbald konnte sich kaum jemand mehr mich ohne Rad vorstellen. Auch nach dem Unfall ist es innerhalb der Stadt mein bevorzugtes Transportmittel geblieben.

20.9.19

Ich wollte doch einmal meine ungefähre jährliche Ausgabenstruktur vor Augen sehen...
Kostenfaktor€/Jahr%Staat
Miete340036,12000
Zwangsversicherungen310032,93100(bisher ohne Gegenleistung, aber mit jährlicher Kostensteigerung)
Nahrungsmittel7508,050
Reisen5005,3100
Strom & Gas4004,2270
Heizung3804,080
medizinische Versorgung3503,7150(ohne Unfall, dessen Kosten ich von der gegnerischen Partei erstattet bekomme)
Zwangsbeitrag GEZ2102,2210(keine Inanspruchnahme)
Telefon1201,325
Geländerollenspiele1001,120
Kleidung400,48
DVDs & Comics350,47
Fahrrad150,23
ohher.de120,12
Kino/Konzerte100,12
Sauberkeit Körper/Wohnung80,12netto rund 120,- € im Jahr für mich
freiwillige Versicherungen0netto rund 2900,- € Lebenshaltung
94306029Steuern und sonstige Ausgaben aufgrund staatlicher Vorschriften

11.9.19

Beim Sichten meiner Briefmarkensammlung stelle ich fest, dass das Gemälde "Der blaue Reiter" offenbar einen sturzbetrunkenen Menschen behandelt, welcher das Satteln und Aufzäumen vor Rittantritt saufbedingt vergessen hat und daher absturzbedingt nicht mit abgebildet ist.

10.9.19

Nun ist die letzte Stunde Physio beendet - insgesamt waren es über 350. Bei aller Erleichterung und Freude schwingt auch eine gehörige Portion Wehmut mit. Physiotherapeuten sind ein nettes Völkchen; ich habe viele angenehme Menschen kennengelernt, die es sich zu vermissen lohnt. Euch allen vielen Dank!

7.9.19

Vielleicht ist der größte Nachteil des öffentlichen Nahverkehrs gegenüber dem Fahrrad gar nicht einmal der Zeitverlust, welchen Behinderte und Greise notgedrungen erdulden, andere aus einem Trug vermeintlicher Bequemlichkeit heraus, sondern die gezielten wie versehentlichen Fehlinformationen und Informationsunterlassungen durch diese quasi-monopolistischen Verkehrsgesellschaften.

28.8.19

Derweil ich mir noch einmal unsere nunmehr Jahre alte Spielhilfe zum Herzogtum Engasal vornehme, um sie demnächst als PDF auf dem E-Buch-Marktplatz von Ulisses anzubieten, kommt mir ein Gedanke zur übersichtlich vorhandenen Restauflage an Druckexemplaren: Das letzte sollte ich mit angemessenem Werberummel versteigern, was wiederum auf das PDF sowie das Liederbuch aufmerksam macht. Folglich muss ich nur noch warten, bis das andere, vorletzte bestellt wird.

24.8.19

Ein Rauchmelder würde mir ja nur erzählen, was ich eh schon rieche - oder im empfindlicheren Falle meinen Schlaf zusätzlich stören, wenn ich mal nicht vom Pesthauch der Nachbarn aufgeschreckt werde.
Sehr nützlich dagegen wäre ein Rauchabwehrsystem, welches die Fenster schließt, noch bevor der Gestank sie erreicht, und nach Verwehen der Gefahrenquelle selbige wieder öffnet. Eine aufwändige und teure bloße Symptombekämpfung, gewiss; aber die Ursachen können nur die Stinktiere selbst beenden, da sie leider noch immer unter Artenschutz stehen.

23.8.19

Auf meine Alten Tage gewinne ich erneutes Interesse an meiner Briefmarkensammlung. Möglicherweise liegt es schlicht an den Aufregungen der letzten zwei Jahre, welche bei mir einen erhöhten Bedarf an delei beruhigenden Tätigkeiten wachriefen. Jedenfalls ersinne ich Mechanismen, mir künftig allerlei Sortierarbeit zu ersparen.

16.8.19

Mein neuestes Geheimprojekt:

15.8.19

...und dann wurde die Rohnudel vor das Nudelgericht gezerrt und der Tomatenlosigkeit angeklagt.

13.8.19

Die allmähliche Häufung verwandter Scherzgedanken verleitete mich zu einer neuen Sammlung über die wunderbare Tierwelt und erinnerte mich zudem an eine seit langem vorbereitete Bilderreihe über meine Entdeckung der Welt. Beide sind nun bereit für die Öffentlichkeit.

8.8.19

Vom Tage erschöpft, versuche ich mich am Rechner mit den üblichen Arbeiten zu entspannen, da dringt von draußen Motorenlärm herein. Klingt wie eine Säge oder ein Motorrad auf dem Nachbarhof, aber sicher bin ich mir mit alledem nicht.
Kurz darauf macht es 'Zapp', ein schwarzer Balken auf der rechten Seite des Monitors erscheint; im nächsten Sekundenbruchteil hat sich der Rest des Bildschirmes derselben Farbe befleißigt. Irgendwas klappert. Ein Virus? Bei MIR!? Heutzutage fast unmöglich, wenn man kein Internet hat.
Dann wird mir bewusst, dass die Musik noch läuft, folglich auch der Rechner. Tatsächlich hat sich der Röhrenmonitor nach nicht mal 20 Jahren verabschiedet. Friede seinen Lötstellen.
Drüben raucht es inzwischen aus dem gegenüberliegenen vierten Stock. Mehr als sonst, denn wie ich weiß, wohnen dort auch Raucher, deren Pest die große Distanz jedoch nicht zu überwinden vermag. Ob ich die Feuerwehr rufen soll? Lieber erst einmal beobachten, während ich meinen seit Jahren auf diesen Einsatz wartenden Gebraucht-Flachbildschirm aus der Küche hole - und mir bewusst wird, dass da gar kein Kabel dran ist. Drüben erkenne ich inzwischen Feuerwehrmänner. Das sind auch diejenigen, die diesen Krach und Gestank veranstalten. Nun, sie werden hoffentlich wissen, weswegen. Ich kann auch mit dem Zoom meiner Kamera keine brauchbaren Details erkennen.
Eine Stunde später habe ich nach allerlei kleinen Basteleien, Fortschritten und Fehlversuchen beim Nachbarn ein passendes Videokabel entliehen. Du meine Güte, ist das Bild nun groß! Gewiss hätte ich längst umrüsten sollen, aber ich benutze die Dinge eben gern zuende.
Drüben sehe ich jetzt der einsetzenden Dämmerung wegen auch im dritten Stock Taschenlampenlicht umherirren. Anscheinend hat das gesamte Nachbarhaus keinen Strom. Na, viel Glück! Ich brauche jetzt endlich Abendessen beim Hörbuch...

31.7.19

Es nutzt nichts, recht zu haben, wenn beide Seiten die andere nicht verstehen.

30.7.19

Der heutige Kraftvergleichstest der Beine ergibt ein so weit geschrumpftes Defizit des verletzten, dass es weitere Physiostunden nicht mehr unbedingt erforderlich macht. Etwas seltsam ist das diesmal etwas schwächelnde gesunde Bein, doch mag dies an der Tagesform liegen, bedingt durch die Hitzewelle und die rauchgestörten Nächte. Das müsste dann auch für das rechte gelten, womit die gemessene Differenz korrekt bliebe.

29.7.19

Nachdem mir mein rauchender Nachbar fast die gesamte Woche über die Nächte erschwert hat, blieben seine Fenster gestern den gesamten Abend geschlossen. Da schöpfte ich neben befreitem Atem auch die Hoffnung, er möge verreist oder gar ausgewandert sein oder endlich sein eigentliches Ziel erreicht und diese Welt verlassen haben.
Um 3:20 Uhr dann fegte mich eine besonders intensive Qualmwolke aus dem Schlaf. Aus der Traum vom dauerhaft unbeschwerten Lüften.

25.7.19

Derweil ich im Krankenhausgang auf Conny warte, bekommt sie in Abwesenheit einen Anruf und zwei Meldungen auf WasSoll's. Geeignete Erinnerungen an mich, weswegen ich mir so einen Nevösator niemals anschaffen werde und sogar bereits zweimal Schenkungen ablehnte.

24.7.19

Ich öffnete das Fenster und sprach: "Es werde Luft!" Und es ward Luft.

23.7.19

Ich habe es dermaßen satt, "die Deutschen" immer wieder auf dieselben 12 Jahre reduziert zu hören! Nationalismus, Sozialismus und andere totalitäre Auswüchse sind weltweite Probleme und auch überall in der Weltgeschichte zu finden. Wenn die öffentlich-rechtliche Gehirnwäsche und das ebenso schadhafte staatliche Schulsystem nicht so beharrlich einseitig berichteten, hätten schlichte, ungebildete und frustrierte Gemüter bessere Chancen auf die Erkenntnis, was die Begriffe "deutsch" und "germanisch" tatsächlich bedeuten und wie untypisch der Nationalsozialismus für beides ist. Ewig gestrige Pauschalbeschuldigungen sind Rassismus in Reinform, haben als Selbstbezichtigung etwas von christlichem Märtytergehabe und kultivieren, was sie zu verurteilen vorgeben.
Zum Glück strebt die Menschheit trotz aller Einfalt und Selbstsucht und entgegen jeder Fehlinformation letztlich doch immer zu Wahrheit, Freiheit und Frieden hin.

17.7.19

Erst jetzt fällt mir auf, wie sehr meine Haartracht inzwischen jener vieler Klingonen oder auch der Predatoren ähnelt...

16.7.19

Meine Recherchen ergeben, dass der gestrige Steuerzahlergedenktag tatsächlich alle Abgaben zu beinhalten scheint. Ich bin beeindruckt. Selbst, wenn die verschiedentliche Kritik anderer an den rechnerischen Grundlagen berechtigt sei, ändert dies doch nichts am unzweifelhaften Grundsatz eines überfinanzierten Staates.

15.7.19

Heute also sei jener Tag, an welchem der durchschnittliche Bundesdeutsche mit dem Arbeiten für staatliche Kassen endet und für sich selbst zu schaffen beginnt.
Von der Bestürzung einmal abgesehen, welche dieser im Grunde nicht unvertraute Umstand wieder auslöst, ist mein dritter Gedanke, dies könne vielleicht ein geeigneter Feiertag für meine Liste sein. Dagegen spricht allerdings nicht allein die auf unser Staatsgebiet beschränkte Gültigkeit, sondern bereits meine erste Überlegung, die am Sachverhalt selbst zweifelt. Ob in der Rechnung wohl alle Steuern berücksichtigt sind, oder nur die Einkommenssteuer?
Zweiter Impuls ist das etwas beruhigende Bewusstsein, mich nicht so vom Staate ausnutzen zu lassen wie die meisten. Ich empfinde kein Interesse daran, genug zu verdienen, davon einen Großteil an Politik und geschwürhaft wuchernde Verwaltung abgeben zu müssen, die dann davon auch äußerst zu verurteilende Vorgänge finanzieren. So vermag ich, mich mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung wenigstens vor dieser Art fiskalischer Übergriffe zu schützen.
Dies bringt die vierte Eingebung auf den Plan: die Umsatzsteuer. Diese wird gewiss schon mal nicht in der oben zugrundeliegenden Statistik eingerechnet sein. Alle weiteren zahlreichen Erleuchtungen folgen schlüssig in Gestalt mutmaßlich ebenfalls unterschlagener Steuern und Abgaben, auch und gerade so versteckter wie dem Rundfunkzwangsbeitrag oder die über jede Wohnungsmiete mitgetragene Grundsteuer. Was ist zudem mit dem Zwang zu Kranken- und Pflegeversicherung, von denen ich auch noch keinen Cent wiedergesehen habe? Von all dem Verwaltungsaufwand, der auch bei mir Nebenkosten verursacht, mal ganz zu schweigen.
Warum lassen sich die Leute das so untätig gefallen?

6.7.19

Es gibt eine Fußbekleidung, welche ich als Kurzsocke zu bezeichnen gewohnt bin. Mag der Begriff auch nicht allgemein gebräuchlich und Knöchelsocke präziser sein, so wird ihn doch jeder Muttersprachler sogleich nachvollziehen können.
Im Handel hingegen wird aus unerfindlichen Gründen das englische Wort für Schleicher missbraucht, welches - wie ich nun erfahre - im englischen Sprachraum gar keine Verwendung in diesem Sinne erfährt. Vielmehr würde es dort zu Verwirrung und möglicherweise zur Verwechslung mit einem ähnlich lautenden leichten Schuh führen. Es handelt sich folglich auch hier um ein in keiner Sprache gültiges Kunstwort, wie wir es bereits im Falle von Handy kennen.
Solches Treiben führt von der eigenen Sprache fort - ohne Annäherung an irgendeine andere. Man sollte sich doch besser für die jeweils ortsübliche Zunge entscheiden.

5.7.19

Da ich einstweilen mal etwas Muße finde, sortiere ich immer mehr aus. Was habe ich nicht alles in meiner Jugend gesammelt! Trotz Umsonstladens fiel es mir edoch stets schwer, mich von besonderen alten erinnerungsbehafteten Dingen zu trennen. Andere sind eigentlich zu wertvoll und würde die Abgabe nur an ganz speziell Interessierte rechtfertigen, aber meine Recherchen bei Ebay ergeben, was ich längst weiß: Dort etwas einzustellen, hat nur in Einzelfällen lohnende Aussichten auf angemessene Zahlung und ist auch in diesen Fällen stets risikobehaftet. Dies lässt von den Mühen zurückschrecken. Eher bin ich bereit, meinen Webseitenflohmarkt etwas besser zu gestalten, wie es bei den Comics und dem Rollenspielmaterial bereits der Fall ist. Im Anschluss braucht es nur noch Geduld, mit welcher ich eher dienen kann.
Für manches Spielzeug hingegen würde ich mir sorgfältige, liebevolle Kinder als Adressaten wünschen, die nicht eh schon in ihrem Überfluss ersticken.

Bei der Gelegeheit stoße ich auch auf ein altes Artefakt aus Yps, das ich fotografiere, bevor ich es ins Altpapier entsorge. Dies und die spätere Präsentation im Web kommt einer umweltfreundlichen Alternative zu zahllosen Fotokopien gleich.

4.7.19

Dass ich von Liverollenspielen träume, welche ich in früheren Jahren so viel öfter und intensiver betrieb, ist ja nun gar nichts Neues. Kürzlich waren es allerdings in derselben Nacht gleich drei ausführliche Male.
Den Beschluss innerhalb eines solchen Traumes hingegen, mich wieder einmal verstärkt um Mitfahrgelegenheiten zu den von mir bevorzugten DSA-Larps bemühen, sollte ich wohl wirklich ernst nehmen und ganz real umsetzen.

30.6.19

Eine geeignete Physiosport-Übung bei hohen Temperaturen:
Mit vollem Körpergewicht dreimal täglich liegen; je 20 Wiederholungen.

28.6.19

Wer andern eine Wolke raucht, ist selbst ein Schwein.

27.6.19

Weit mehr als alle Wanderungen, Wälder und Blumenfelder erfreut es mich, durch geschickt ausgetüftelt passendes Bezahlen des größtmöglichen Teils meines belastenden Münzgeldes ledig zu werden.

25.6.19

Gleich drei Male stört der alberne Rauchmelder - ich bitte um Entschuldigung für die Tautologie - in der Ferienwohnung unsere Mittagsruhe und Connys Entspannungsübung. Von Rauch allerdings keine Spur außer dem vagen Verdacht, es gäbe vielleicht grillende Nachbarn.

22.6.19

Heute schnell noch vor der morgigen Reise...
1) ...den Schenkel an der Pedale aufschlitzen. - Erledigt.
2) ...die mitzuehmende Hose beim Zusammenfalten zerreißen. - Erledigt.

16.6.19

Mit knapp 0,00025%iger Verspätung stolpere ich über ein interessantes hundertjähriges Jubiläum, von welchem in den Medien wohl kein Mucks kündete: Am 7.6.1919 trat der bekannte englische Nationalökonom John Maynard Keynes von seinem Posten als Chefunterhändler des britischen Finanzministeriums bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Grund hierfür waren die mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes gemachten und im Versailler Vertrag gebrochenen Zusagen der Alliierten, einen maßvollen Frieden ohne größere Gebietsabtretungen und Reparationsverpflichtungen zu schaffen. In "Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages" sagte er bereits 1920 den Zweiten Weltkrieg vorher. Erst 2020 soll der Rechtsnachfolger Bundesdeutschland die irrwitzigen Zahlungen von 10.000.000 Euro jährlich beenden können.

11.6.19

Neben der sommerlichen Rauchbelästigung durch die Nachbarn steigt auch wieder meine seit dem Brand im Vorderhaus bestehende Furcht, noch einer von denen könne eines nachts nicht nur seine Wohnung abfackeln.

10.6.19

"Niemand hat die Absicht, eine Tanne zu schmücken!"
So oder so ähnlich Walter Ulbricht am 15. Juni 1961...

8.6.19

Ein neuer Tag im Grünen Eber beginnt:
Des Nachts hat es wieder geschneit. Ein paar Finger dick liegt die weiße Decke über dem Lieblichen Felde, dem erst vor Jahren wiedererstandenen Horasreich. Dennoch gibt es weiterhin von Verpflichtungen getriebene Reisende, welche ihre Spuren auf der sich nur noch undeutlich abzeichnenden Seneb-Horas-Straße ziehen. Gewiss, sie sind heute weniger zahlreich, und der Schnee schluckt mancherlei Geräusch. Nur eine einzelne Krähe zieht ihre Bahn. Selbst der hierzulande vorherrschende Beleman scheint sich bereits des Morgens auf das Meer der Sieben Winde zu seinesgleichen für Verhandlungen zurückgezogen zu haben.
Mittags kündigen erste Vorboten seine baldige Rückkehr an - oder eher die Ankunft eines rauhen Nordwindes? Am verhangenen Himmel verdichten sich die Wolken, ziehen sich über einem Landgasthause zu dunklen, schweren Feldern zusammen, dessen Käsetörtchen einen Ruf bis nach Bethana und Pertakis, vielleicht gar darüber hinaus genießen.
All dessen ungeachtet vollführt ein einsamer Gast hinter dem Haupthaus der Kälte zum Trotze seine Übungen, den Tanz der Mada, und zeichnet nebenbei entsprechend mystisch anmutende Muster in den verharschten Untergrund des Gartens.
Auf der anderen Seite, vor dem zur Reichsstraße gewandten Eingang des Wirtshauses zum Grünen Eber hingegen hält der Knecht des Hauses unruhig nach etwas Ausschau.

5.6.19

Conny kommt wieder aus dem Krankenhaus. Vollkommen unverantwortlich hat man ihr vor einer Woche verfrüht einen Merkzettel über ihre mögliche Krankheit und deren vielfältige Auswirkungen ausgehändigt - und nun schafft man nicht einmal den Beweis, dass sie wirklich vorhanden ist. Immerhin bedeutet dies eine Entwarnung, und sei es nur im Schweregrad. Dennoch erinnert mich diese übereifrige Aufklärung an meine eigene Operation letztes Jahr. Unnötiges Schüren von Ängsten, das die Patienten erst richtig krank macht.

2.6.19

Nichts brauche ich mehr so sehr wie einen Tag, dessen Verlauf ich im Voraus ungefähr planen kann.

30.5.19

Zum Glück ist der morgige Weltnichtrauchertag kein gesetzlicher Feiertag. Dann hätten die Raucher bloß mehr Zeit zum Qualmen, wie sich heute wieder einmal zeigt.

21.5.19

Der Wahlomat wurde für die Europawahl verboten, weil er jeweils nur 8 Parteien gleichzeitig anzeigt. Für mich ist das zwar nur ein Teil möglicher Begründungen, aber vollkommen berechtigt.

18.5.19

Meine Antworten zum Wahlomat sind fertig. Zu anderem ist der auch kaum zu gebrauchen. Vielleicht verschwende ich doch gehörig meine Zeit damit.

17.5.19

Zunehmende Verbreitung erreicht die Städtische Platttaube (lat. futsicatus upsi). Ihr Lebensraum ist die Straßenoberfläche, der sie sich in Farbe und Form bemerkenswert schnell angepasst hat.

12.5.19

Etwa in diesen Wochen erreiche ich die 300ste absolvierte Physiostunde - Übungen zuhause weiterhin nicht gezählt.

7.5.19

Über alle Aufregung und allerlei eigentlich Nutzlosem habe ich Ende April tatsächlich das zehnjährige Bestehen unseres Umsonstladens vergessen...

6.5.19

Nach Wochen gelingt mir endlich wieder eine Überweisung! Zu meiner ungewollten persönlichen 'Sicherheit' schön umständlich, versteht sich. Da wird sich mein Stresslevel im Laufe des Tages ja langsam wieder entspannen.

30.4.19

Im Umkleidebereich des Rehazentrums klaut jemand getragene Socken...

27.4.19

Es ist doch nicht nur schade um die leckeren Reste auf Teller oder Schüssel, wenn man sie wegen kultureller Vorbehalte nicht ablecken darf. Mir kommt es auch stets als eine Nichtwürdigung der Zubereitenden vor.

22.4.19

Eine Postkarte aus dem Jahre 1981 an die Familie in der Heimat beweist, mit welchem Humor ich bereits damals Schicksalsschläge wie meine erste (einzige?) Klassenfahrt zu behandeln wusste.

19.4.19

Was tut der Leprakranke an gesetzlichen Feiertagen? Er legt sich auf die faule Haut.

18.4.19

Für manche beginnt ja nun wieder die Zeit der ständigen Frage, welcher Wochentag eigentlich sein mag. Bei mir hat dies chaosbedingt allerdings bereits vorgestern angefangen.

15.4.19

Ich hoffe nun auf die Zeit ab dem 2. Mai: 28 Tage voraussichtlich weitgehend frei von außerordentlichen Terminen und sozialen Zwängen, gesetzlichen Feiertagen und anderen Krankheiten könnten meinen Nerven endlich einmal wieder etwas Ruhe bescheren und mir gar wieder einmal ein Weiterschreiben ermöglichen.

2.4.19

Obgleich meine nachtschwärmerischen Mitmenschen allerlei dagegen unternehmen, habe ich mich innerhalb von Tagen um eine Stunde mehr angepasst als durch die staatliche Zeitumstellung verlangt. Vermutlich, weil mein Körper schon zuvor endlich die Somemrzeit zurücksehnte und sich darauf einzustellen begann, weil sie ihm aufgrund der Abweichungen sozialer Verpflichtungen vom Tageslicht nun einmal weit mehr liegt. Im Falle einer Volksbefragung, welche Zeit man nach Abschaffung der nutzlosen Zeitumstellungen behalten will, ist meine Antwort also bereits gewiss.

29.3.19

Eine XXXXXX findet XXXXX statt.

26.3.19

"Dank" europäisch-staatlicher Beschlüsse werde ich zukünftig unter dem Deckmäntelchen der "Sicherheit" wohl nur noch unter erschwerten Bedingungen Überweisungen tätigen können. Das ganze Verfahren ist mir noch rätselhaft. Ich weiß eigentlich einzig, dass ich mir für den Unsinn weder ein Handy noch ein spezielles Lesegerät anschaffen werde. Schlimmstenfalls versetzt mich dies zurück in die 90er, aber vielleicht finden sich noch andere Lösungen.

24.3.19

In meiner Bescheidenheit ziehe ich dem Überweisen das Unterweisen vor.

18.3.19

Der Nominativ des Genitivs ist dem Dativ gleichgütig, was jedoch den Akkusativ auch nicht weiter interessiert.

15.3.19

Der Zehnendrige Wurmelch zeigt sich insbesondere auf Sofas, zuweilen auch an jenen der Wand zugewendeten Bettkanten heimisch.

14.3.19

So ein Busfahrerstreik ist ja nur ein weiterer Hinweis auf die vielfältigen Schwächen eines monopolistischen öffentlichen Nahverkehrs. Für mich gehört das in die Rubrik 'Am eigenen Ast sägen'. Es könnte mir als Radfahrer gleichgültig sein, wenn dadurch nicht meine Kollegin im Umsonstladen ausfiele und ich die ganze Schicht übernehmen müsste.

13.3.19

Was sind Körperteile von Raubfischen?
      Haizungen

8.3.19

Jemandem eine Freude zu bereiten mit etwas, das man selbst eigentlich gar nicht mag, ist ein schwieriges und gefahrvolles Vorhaben. Dabei auch noch ein Zeremoniell erfüllen zu sollen, das man nicht kennt und dessen Begründungen man nicht nachvollziehen kann, lässt kaum noch einen Zweifel am für alle Seiten unbefriedigen Ausgang.
Als Schlussfolgerung bleibt die Bestätigung des bereits Bekannten: Essengehen ist blöd und die Idee, an gesetzlichen Feiertagen zu deren Verschlimmerung auch noch "etwas Besonderes" unternehmen zu wollen, sonderbar und unter Umständen verheerend.

3.3.19

In der nächsten Kiezbotenumfrage geht es um Sinn und Unsinn von gesetzlichen Feiertagen und welche man denn als solche haben möchte. Diesmal wurde auch ich wieder um meine Sicht gebeten - für jene, welche einen Blick über den Tellerrand riskieren möchten.

2.3.19

Kniebedingt haben wir Episode 8 nun erst auf DVD gesehen. Tatsächlich fällt ein Urteil gar nicht so leicht. Denn neben vielen schönen Elementen gibt es auch ganz überflüssige und manche, an die man sich im Universum des Krieg der Sterne erst einmal gewöhnen muss. Dennoch unterhält auch diese Folge besser als die Episoden 1-3, schon allein, weil C-3PO nicht mehr den Pausenclown macht, sondern sich wieder seinem Charakter der mittleren Trilogie annähert. Wie also bereits vor einem Jahr anhand der Musik vermutet, landet der Teil in meinem persönlichen Mittelfeld mit 4 und 7 und Schurke Eins; Solo kennen wir ja auch noch gar nicht. Für eine genaue Gewichtung müssen wir nochmal die ganze Serie hintereinander sehen.

26.2.19

Da lebt man tagtäglich sparsam und sorgfältig wie kaum jemand - aber ist man so naiv, nur einmal unbedacht zum Arzt zu gehen, schon plündert einen dieses Gesindel schamlos aus. Anstatt richtig zuzuhören, werden unnötige Medikamente verschrieben, die ich klugerweise nicht besorgte, und eine teure, selbst für den interessierten Laien vorhersehbar ergebnislose Laboruntersuchung veranlasst. Dabei weiß ich doch schon so lange, wie viele eifrige Verschwender in dieser Branche unterwegs und wie überaus kostspielig ihre Eskapaden sind! Möge es mir doch endlich, endlich eine Lehre sein, auf niemanden zu hören und nicht mehr übereilt mit Kinkerlitzchen zum Arzt zu rennen!

4.2.19

Die Leute gehen viel zu schnell mit viel zu geringen Dingen zum Arzt und gefährden damit fahrlässig sich ebenso wie andere. Ich heute aus einer Verknüpfung ungünstiger Umstände heraus leider auch, was ich spätestens im Wartezimmer bereuhe, da ich bereits deutlich um die Sinnlosigkeit dieser Aktion ahne.
Wie ich zudem feststelle, kommt das Aufsuchen von Ärzten in Schulferienzeiten und direkt nach dem Wochenende besonders ungelegen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten sollte ich unbedingt noch weniger jeglichem Herdentrieb folgen und meine eigene Herde bleiben!
Dies gelingt mir bereits, als ich drinnen vom Arzt keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben will. Da sei ich der einzige...

5.2.19

Bisweilen gehen die Meinungen der Menschen sehr weit darin auseinander, was praktisch und ob Handlichkeit überhaupt von Belang sei...

6.2.19

Ich lasse so gern nach Gebrauch die erkaltete Wärmflasche vom Beckenrand in die Küchenspüle kotzen...!

30.1.19

Nachdem ich letzte Woche bereits den Jahrestag meiner Operation vergessen habe, erinnere ich mich heute erst abends des Ebergeburtstages. Aber gerade in besonders stressigen oder sonstwie schwierigen Zeiten war mir mein Lieblingsgasthaus immer wieder eine Insel der Freude.
Seit 23 Jahren spiele ich nunmehr im Eber mit, denn genau so lange existiert er im Internet.
Wir alle haben aus einem stetig wachsenden medialen Überangebot auszuwählen. Aber der Eber kann vom zunehmenden Erfahrungsschatz seiner Mitspieler in mancherlei Hinsicht profitieren. Mag er auch nicht das reale Leben sein, ist er doch unvermindert wahrhaftig.
Die vielleicht größte Stärke des Ebers ist die Möglichkeit, das gewaltigste Abenteuer ganz ohne Götter, Dämonen und andere Superschurken zu erfahren: das Leben selbst. Hier kann man ausführlicher als in den meisten Tischrunden und sogar manchem Larp Rollenspiel in seinem ureigensten Wortsinne betreiben und seinen jeweiligen Charakter wirklich innig kennenlernen. Nebenbei erfährt man erstaunlich viel über sich selbst und die Mitspieler.
Nach solchen Worten fällt ein großartiges Schlusswort schwer. Da der Eber jedoch weiter besteht, braucht es ja eigentlich auch hier keines.
Herzlichen Glückwunsch!

2.1.19

Ich kann kaum ausdrücken, wie befreiend ich die zurückkehrende Normalität empfinde, wenn es auch auf mindestens Wochen unüberschaubar viel Verhindertes nachzuholen und Feiertagsschäden zu beheben gibt. Beschwingt gehe ich zum Tanzen, wo wir heute für mittwochs erfreulich zahlreich sind. Ein wundervoller Tag, wenn mir nicht noch eine Weihnachtsfaschistin zweimal wider besseren Wissens und ohne erkennbaren Anlass "Frohe Weihnachten" wünschen würde.

28.12.18

Ich erwarte ja gar nicht, dass sich jeder meines Freundes- und Bekanntenkreises für meine Sorgen und Probleme interessiert. Es gibt ja zum Glück welche, die es tun. Warum aber nicht einfach schweigen, wenn man zum Zuhören zu faul ist? Was geht in so einem unreifen Gehirn vor, welches statt der erhofften Anteilnahme nur Häme auszuspucken weiß? Die Antwort mag bestürzend kurz sein.

21.12.18 - Wintersonnenwende

Dank dem Missstand einer seit 2009 bestehenden gesetzlichen Verpflichtung zu Kranken- und Pflegeversicherung einerseits und der beklagenswerten Zahlungsmoral von Versicherungen ganz allgemein andererseits lerne ich dieser Tage erstmals in meinem Leben die staatliche Segnung eines ernsthaften finanziellen Engpasses am eigenen Leibe kennen.

18.12.18

Auf die Anregung meines Chefredakteurs hin erstelle ich für den nächsten Kiezboten ein Horoskop - und breche dabei mehrfach in Gelächter aus.

15.12.18

Heute vor einem Jahr hatte ich meinen Unfall. Unlängst räumte auch mein Chirurg ein, es handele sich um ein lebensveränderndes Ereignis.
Ungeachtet der Umstände, stand für mich keinen Moment außer Frage, baldmöglichst wieder radfahren zu wollen und zu müssen. Bereits in den notwendigen Taxis der ersten Zeit vermisste ich die freie Aussicht und den Überblick über die Verkehrslage ebenso wie die Bewegung und die frische Luft. Um so mehr bestätigten mich später die öffentlichen Verkehrsbetriebe in all meinen schlechten Erfahrungen.
Gewiss, ich fahre noch immer ängstlicher und misstrauischer als einst Rad. Dennoch wäre ich ohne radfahren heute noch nicht so weit mit meinem Muskelwiederaufbau und der Beweglichkeit.
Mit Physiotherapie verbringe ich seither mehr Zeit als in jedem einzelnen meiner (anderen) kleinen Berufe.
Ganz anders als all dies ausdrücklich nicht hilfreich waren und sind die Versicherungen. Stets tun sie großzügig, um dem Opfer dann ihre Arbeit aufzubürden, scheuen andererseits jedoch keine Kosten noch Mühen, den Arglosen zudem hinterrücks um 2 Euro zu betrügen. Es gibt wenig, auf das ich noch besser verzichten könnte.
Ganz anders dagegen die Menschen, angefangen bei jungen Leuten, die dem Krückenschwinger Türen aufhielten und Sitzplätze anboten, über mitfühlende und hilfsbereite Verwandte, Freunde und Nachbarn bis hin zu meiner liebsten Conny, die mir in allen dunkelsten Stunden unbesehen selbstlos beiseitestand.

30.11.18

Auch ansonsten eher mittelmäßige Bücher können tiefste Weisheiten beinhalten: "Wenn du vom Weg der anderen abkommst, geh deinen eigenen Weg, auf dass die anderen dir folgen."

19.11.18

Eigentlich wollte ich heute der Welt ja verkünden, dass mein Tanzbuch nunmehr 250 Tänze beinhalte - aber dann sind es doch noch ein paar mehr geworden...

15.11.18

"Ich soll tun, was der Staat von mir verlangt, und doch soll ich nicht untersuchen, ob das, was er von mir verlangt, gut ist. Zu seinen unbekannten Zwecken soll ich bloßes Werkzeug sein - ich kann es nicht!" - Heinrich von Kleist

9.11.18 - Mauerfall

Zusätzlich gedenke ich heute besonders dem radikalliberalen Abgeordneten der Nationalversammlung Robert Blum, welcher heute vor 170 Jahren in Wien standrechtlich von der Restauration erschossen wurde, obgleich er nicht einmal an den revolutionären Kämpfen um die Stadt beteiligt gewesen ist. Sein Tod kennzeichnet die damalige Machtlosigkeit der Nationalversammlung gegen die herrschenden reaktionären Kräfte in den deutschen Ländern. Zugleich erinnert er mich trotz Mauerfalls daran, dass noch längst nicht alle Ziele der 1848er-Revolution erreicht sind und der Staat noch immer drückend über dem Menschen steht.

8.11.18

Auch bald zwei Wochen nach der Zeitumstellung zeigt sich mein Organismus noch immer verwirrt, obgleich ich mich doch inzwischen der neuen Uhr angepasst verhalte. Möglicherweise ist genau dies der Fehler, den ich eigentlich bewusst zu vermeiden suchte. Ich wollte möglichst gar nicht nach der Uhr leben. Leider klappt dies nur, solange es nicht um Termine mit anderen Menschen geht, welche in aller Regel die Vorgaben der Uhrzeit getreu befolgen. Dass ich vom Fernsehempfang unabhängig bin, hilft wenigstens ein gewisses Maß.
Mein Körper funktioniert weit eher nach der Sommerzeit. So hoffe ich, nächstes Jahr daran zu denken, zumindest das abendliche Montagstanzen während der Winterzeit eine halbe Stunde vorzuverlegen, um den Schaden ein klein wenig zu begrenzen. Ich könnte mir ein paar Teilnehmer vorstellen, denen das entgegenkommt.

7.11.18

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
sein Recht als Gnade nehmen
von Buben, die zu Recht und Pflicht
aus Furcht sich nur bequemen!
Auch nicht, dass die ihr gründlich hasst,
ihr trotzdem auf den Thronen lasst!
      Ferdinand Freiligrath, 1848

31.10.18 - Weltspartag

Noch immer gibt es Menschen, welche die Bedrohung durch die GEZ erfolgreich ignorieren - also nicht zahlen. Mein Hauptfehler war wohl schlicht, darauf jemals mit einer Antwort eigegangen zu sein, in der Annahme, in einem Rechtsstaat zu leben und dass logische Argumentation nach geltendem Recht möglich sei. Meine Erfahrungen zeigen hingegen zunehmend, dass solches nur auf privater Ebene gilt, so lange der Staat nicht selbst beteiligt ist. Staaten sollten niemals eigene Interessen entwickeln dürfen und nicht über den Menschen stehen, sonst sind sie des Menschen Feind.

27.10.18

Nach mehr als 10 Monaten Unfallbewältigung und Recherche habe ich heute endlich meine ersten Sätze des zweiten Wilhelmine-Romanes niedergeschrieben. Ich freu mich so, denn das Schreiben hat mir so gefehlt!

22.10.18

Nachdem ich monatelang kaum über 120 Grad Beugungswinkel hinauskam, sind es heute plötzlich über 130! Ungläubiger Siegestaumel auf der Physioliege.

18.10.18

Zugegeben, ein fliegendes Spaghettimonster ist immerhin noch eine wahrscheinlichere Vorstellung als die Existenz einer allmächtigen Gottheit, welche notwendigerweise unerklärbarer wäre als alle Fragen des Universums zusammen.

16.10.18

Nun habe ich also die Nach-OP abgeblasen. Sie muss nicht unbedingt sein, ich verspreche mir allzu wenig davon und hätte auch gar keine Nerven dafür. Ich kann radfahren und tanzen, was mir die wichtigsten Dinge sind. Zudem hat mir der Chirurg weitere Verbesserung meines Kniezustandes auch ohne OP in Aussicht gestellt, wenn es auch nie wieder sein wird wie vor dem Unfall.

13.10.18

38 Personen tanzen 23 Gassen und Kreise in 4 Stunden. Dank an alle für die große Anerkennung!

12.10.18

Müllirrtum zu meinen Gunsten: In der Wertstofftonne entdecke ich eine Tüte wohlsortiert mit Einwegpfandflaschen im Wert von 2,75 Euronen.

11.10.18

Auf dem Gang des Reha-Zentrums huscht mir zweimal verstohlen Frau Merkel über den Weg. Kein Zweifel: Eine Zwergin in leuchtend farbigem Geschäftskostüm mit sauertöpfischen Gesichtsausdruck und einem Sicherheitsbeamten mit Kabel im Ohr. Mir bleibt aber auch nichts erspart!

10.10.18

Meinem gegenwärtigen Hörbuch entnehme ich eine ungebrochene Aktualität des Lucius Annaeus Seneca.

30.9.18

Beim Entschlüsseln einer Tanzchoreographie aus zwei verschiedenen Quellen stelle ich beeindruckt fest: Der vs-nordamerikanische Choreograph scheint zu wissen, was eine Hecke ist! Eben nicht das gleiche wie eine Hecken-Acht, wie heutzutage weitverbreitet irrgeglaubt wird. Mag aber sein, dass er bloß denselben Begriff für beides verwendet.

20.9.18

Liebe Gastwirte und sonstige Toilettenbetreiber!
Klosteine sind uneffektiv, umweltfeindlich und stinken ekelhaft. Darum spüle ich im Falle deren Vorhandenseins bei kleinem Geschäft in aller Regel nicht. Einen solchen gar im Waschbecken vorzufinden, ist allerdings eine erschütternd widerwärtige Neuheit und bleibt hoffentlich Einzelfall.

19.9.18

Es fehlt mir wohl schlicht nur an dem beständigen Drang, stets woanders sein zu wollen, als ich bin.

17.9.18

Jegliche Kurtaxe stellt den eindeutigen Beweis dar, dass mittelalterliches Gildenwesen und mafiöse Verbindungen noch immer ihr Unwesen treiben.

5.9.18

Jede Kippe vergiftet etwa einen Liter Grundwasser.

4.9.18

Als ich feststelle, in mein Tanzbuch allein exakt 100 Zweisatz-Gassen aufgenommen zu haben, erwäge ich diesbezüglich eine werbend-feiernde Meldung im Fratzenbuch - jedoch nur für kurz. Noch bevor ich die neue Version im Netz veröffentlichen kann, sind es bereits derer 102.

30.8.18

Mein Kalender für 2019 ist noch bunter als der vorige - ich habe mich für eine blaue Jahreszahl entschieden.

21.8.18

Nach langem zunehmenden Bangen wegen einer Nachoperation ist nun wieder alles etwas anders als erwartet. Ich hatte aufgrund seit Wochen stagnierender Beugungsfähigkeit ihre Notwendigkeit befürchtet, ihre Nachwirkungen jedoch für geringer als bei der ersten erwartet. Statt dessen wird sie empfohlen, aber nicht als unbedingt notwendig ausgegeben. Ich darf selbst innerhalb der kommenden zwei Monate entscheiden, ob ich mich Ende November noch einmal unter das Messer begeben will, bei welcher es um eine höhere Stabilität meines Knies gehen würde, insbesondere die erhöhte Abnutzung auszubremsen. So oder so werde ich jedoch um ein künstliches Kniegelenk in fernerer Zukunft nicht herumkommen. Ganz ehrlich haben die Ärzte auch darauf hingewiesen, dass ich bei der Nach-OP noch einmal fast genau denselben Ritt durchmachen muss wie gehabt und dass ich auch ohne sie noch nicht am Ende meiner Fortschritte angelangt bin.

2.8.18

Der Besitz eines Mobiltelefons wäre zweifelsohne ein weiterer Sargnagel für mein Nervenkostüm.

18.7.18

Das Bundesverfassungsgericht findet ganz überraschend heraus, dass ein Mensch nicht in zwei Wohnungen gleichzeitig fernsehen kann. So weit so gut. All die anderen Erkenntnisse zu erlangen, überlässt es leider dem Europäischen Gerichtshof.

12.7.18

Wer immer noch mehr will, hat irgendwann nichts mehr.


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