Gedanken zum Tag



22.2.18

Die vermeintlich bei Aldi verlorenen Handschuhe liegen im Wagen des Freundes.
Endlich wieder duschen statt am Waschbecken waschen!
Der Verstärker der Stereoanlage ist 'repariert'.
Mein erster Abstecher ins Sprengelhaus...
Kurz: ICH BIN WIEDER DA!

21.2.18

Nach fast zwei Monaten ziehe ich heute endlich wieder nach hause.

20.2.18

In der Kniesprechstunde ist man so zufrieden, dass die Wahrscheinlichkeit einer zweiten OP um ein paar Prozentpunkte sinkt. Für den April stellt mir der Chirurg gar radfahren und tanzen mit Schiene in Aussicht.

14.2.18

Vor genau 20 Jahren bin ich in den Sprengelkiez gezogen. Leider muss ich dem Jubiläum noch aus der Ferne gedenken, aber der rückwärtige Umzug ist ja nun in Sicht.

13.2.18

Ich darf nun schon so sehr auftreten, wie es nicht wehtut. Ein erster kleiner Quantensprung!

7.2.18

An dieser Stelle einmal einen ganz besonders herzlichen Dank an meine Conny, die mir so liebevoll in allem beiseitesteht!

1.2.18

Putzsucht stellt nicht nur eine Hemmschwelle für den Zusammenzug mit einer befallenen Person dar, sondern auch die Ursache für deren Rückenschmerzen.

31.1.18

Physiotherapeuten sind die wahren Heiler.

30.1.18

So ein Eber hat ja vier Beine. Warum sage ich das jetzt? Nun, jedenfalls hat unser ganz spezieller Grüner Eber ja eigentlich gar keine Beine, ist er doch ein virtuelles Wirtshaus, das seit nunmehr unfasslichen 22 irdischen Jahren von einem nimmermüden Freundeskreis schriftstellerisch rollenbespielt wird. Was nicht heißt, dass nicht stets für Neulinge ein Hocker frei sei - die werden dann schon zu Freunden. Das ist eben die spezielle Grün-Eber-Magie.
Genug geredet!
Herzlichen Glückwunsch, Grüner Eber!

25.1.18

Mein Liebling holt mich aus der grauen Parallelwelt zurück in ihre Obhut.

22.1.18

Mein erster Gedanke beim Erwachen nach der OP ist: 'Ich lebe noch!' Über manche minimalen Restrisiken sollte man besser gar nicht aufgeklärt werden. Nach dem Unfall ging es mir trotzdem besser.

21.1.18 - Weltknuddeltag

Neben der Wettervorhersage gibt es ja auch noch die Wetterhervorsage, gewöhnlich durch kundige Medizinmänner versucht.

19.1.18

Man muss auch die Vorteile sehen: Rechts werden die Socken nun viel weniger abgenutzt.

18.1.18

Zuerst hieß es ja, an das Knie würde sich niemand herantrauen, bevor nicht das Schwellungsdurcheinander abgebaut sei. Dann, das hätte gleich nach dem Unfall gemacht werden müssen. Nun soll auf einmal alles sowieso gar kein großes Prolem sein - von den üblichen Risiken und Nebenwirkungen abgesehen, na klar. So hat eben jeder Arzt seine Meinung und der Patient den Lottoschein.
Jedenfalls ist die OP nun für Montag früh angesetzt.

16.1.18

Die Krankengymnastin verweist mich darauf, dass ich zur besseren Abschwellung bis zur Operation möglichst nicht mehr sitzen, sondern nur liegen oder stehen soll. Von all den vielen Ärzten wusste dies mir gegenüber niemand.
Nebenbei stelle ich fest: Auch mit Krücken unterwegs ist Granulat keinerlei Hilfe.

13.1.18

Mit jedem Tag sehe ich mich aufs Neue und vermehrt in meinen Vorbehalten gegen die gesamte Versicherungsbranche ebenso wie staatlich zwangsverordnete Versicherungen bestätigt. Ohne die aufgenötigte Krankenversicherung bliebe mir ein Großteil des Papierkrieges und manch schwere Entscheidung erspart, wohingegen ich die über 4.000 Euronen Beitragsverschwendung allein der letzten beiden Jahre nun besonders dringlich bräuchte.
Das alles kann man ja wirklich nur ausgesuchten Feinden empfehlen.

12.1.18

"Tut mir leid, aber wenn Sie englisch mit mir sprechen, müssen sie sich wohl verwählt haben."

8.1.18

Zum vierten Male höre ich mir die Filmmusik zu Episode 8 an. Nun kann ich recht sicher sagen, dass sie mir mehr Freude bereitet als ihr Vorgänger. Davon ausgehend, dass John Williams wie gewohnt die Stimmung und Qualität eines Films sehr gekonnt umsetzt, vermute ich, dass mir auch der Film besser gefallen wird als Episode 7 und es somit in jedem Falle ins Mittelfeld meiner persönlichen Rangliste schaffen mag.

7.1.18

Auf unserem ersten nennenswerten Spaziergang der neuen Rechnung erziele ich die sagenhafte Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa einem Stundenkilometer. Demnach noch bemerkenswerter ist Connys Geduld.

5.1.18

Sie will die Tagesschau sehen, obwohl ich ihr gerade gestern den
Jahresrückblick vorgelesen habe! Dann aber stößt sie sich ganz von selbst gleich beim ersten Bericht an der kaum verschleierten Einseitigkeit und Tendenziosität und bald darauf an der insgesamt belanglosen Themenauswahl.

2.1.18

Über 70.000 Besuche meiner Webseiten der Domäne ohher.de, dazu über 22.000 bei zge.de sind ein befriedigendes Ergebnis für 2017. Besonders freue ich mich über die 6.000 Zugriffe auf mein Tanzbuch.

31.12.17

Ich präzisiere: Das Warten auf Beendigung der gesetzlichen Feiertage und Wochenenden ist das Schlimmste. Obgleich ich zu ihnen keinen Bezug finde, verstellen sie mir ein weiteres Mal den Weg auf bestmögliche, baldige ärztliche Versorgung und gefährden somit erneut meine Gesundheit. Meinen Zorn und meine Verzweiflung vermag ich nicht in angemessene Worte zu fassen.

28.12.17

Beim morgendlichen Lüften im Bad zwitschert ein Vogel in der Nähe. Ein tröstlicher Moment.

27.12.17

Schau, die Katze tanzt für sich allein, tanzt auf einem Bein...

26.12.17

Ich erinnere mich, wie mein Vater früher manchmal fragte: "Was muss denn weg?" Offensichtlich war der Kühlschrank damals auch schon zu voll, um nach Appetit entscheiden zu können.

25.12.17

Das Warten ist das Schlimmste.

24.12.17

Seit dem Unfall kommt mir mein Leben völlig bizarr und unrealistisch vor. Ich möchte so gern aufwachen, auf dass alles wieder sei wie zuvor!

23.12.17

Heute träumte ich, meinen Anfängerkurs im Tanzen anzuleiten, allerdings mit mir im Wachzustand unbekannten Leuten in einem ebensolchen Raum. Eine der älteren Damen stürzte zum Schluss der Stunde hin. Daraufhin erklärte ich, dass das Tanzen jetzt wegen meines Unfalls eh eine Weile ausfallen müsse. Dann schilderte ich noch, wie es passiert ist. Eine Kreuzung wurde eingeblendet, doch ich sagte bereits im Traum, es sei eine andere gewesen...

21.12.17 - Wintersonnenwende

Beim Orthopäden erfahre ich das Ergebnis des MRTs: mehrere Bänderrisse; das wird Monate beanspruchen. Eine Operation ist auch sehr wahrscheinlich. Als er den Raum verlässt, kommen mir die Tränen.

19.12.17

Mein neuer Beruf: Patient.

15.12.17

Unfall...

14.12.17

War das nun der Schlusssatz? Obwohl es sich seit Wochen ankündigte, überkommt mich das Ende überraschend und mit einem Gefühl der plötzlichen Leere. Mal sehen ob Conny daran noch irgend etwas fehlt. Aber selbst wenn nicht, ist der Roman noch lange nicht ganz fertig. Gewiss wird es noch hie und dort Ergänzungen geben, bis ich die letzten 65 Seiten Handschrift abgetippt habe. Nebenbei wird auch die Suche nach einem geeigneten Verlag beginnen.

3.12.17

Erschüttert stelle ich fest, dass ich für Zwangskranken- und -pflegeversicherung nun schon beinahe unfassliche 2500 Euronen im Jahr rauswerfe. Was könnte man sich statt dessen immer für schöne Aktienpakete anschaffen und wirkliche Sicherheit erlangen! Ob dieser schockierenden Tatsache war ich auch prompt zwei Tage wenngleich geringfügig im Minus, anstatt wie vermutet noch für die Miete zu haben.

28.11.17

Wenn ich von einem Kraftfahrer angehupt und angemeckert werde, ich hätte kein Licht an, obwohl ich tatsächlich mit Licht fahre, beweist dies zunächst einmal einen Fakt:
Der Mann hat mich gesehen.
Seine Ehrlichkeit voraussetzend, kann von weiteren Punkten ausgegangen werden: 1) Der Mann hat das Licht nicht gesehen.
2) Der Mann hat mich gesehen, obwohl er das Licht nicht gesehen hat.
3) Der Mann hat mich besser gesehen als das Licht.
Dies wirft nun gewisse Fragen auf:
1) Warum hat er das Licht nicht gesehen?
2) Warum glaubt er, mir mitteilen zu müssen, dass er zwar mich aber mein Licht nicht gesehen hat?
3) Warum glaubt er, verärgert sein zu dürfen?
4) Welchen Vorteil darf ich mir von der Benutzung eines Radlichtes erhoffen?
Schlussfolgerungen:
Möglicherweise konnte er mein Licht nicht sehen, weil seine eigenen Scheinwerfer einfach viel zu hell waren. Vielleicht hielt er es auch für weitere Reflektoren. So oder so - er hat mich gesehen. Das einzige wirkliche Problem also existiert in seinem Kopf. Es handelt sich wahrscheinlich um den Glauben, weil irgendwas irgendwo geschrieben steht, vom Aufpassen auf den Verkehr entbunden zu sein. Und um den Glauben, diese von anderen festgelegte Regel gewaltsam verteidigen zu dürfen.
Mit Licht zu fahren, macht viele Menschen mir gegenüber höflicher. Allein deswegen werde ich dabei bleiben. Allerdings mache ich mir keine Illusionen darüber, jedwedes Licht, ein Fahrradhelm oder eine phosphoriszierende volle Gestechrüstung mit Sirene und Luftkissen würden mich gegen die Einfalt oder Aggressivität von Verkehrsteilnehmern schützen. Dagegen hilft allein meine eigene Aufmerksamkeit.

23.11.17

Im Büro des auch den Kiezboten tragenden Vereins lese ich auf dem Rücken eines Aktenordners: "Antimagie".
Ich schaue wieder auf meinen Bildschirm.
Ich schaue wieder auf den Ordner. Ups, nein; dort steht vielmehr: "Anträge"!
Unzweifelhaft also, womit ich mich häufiger befasse...

20.11.17

Wilhelmine ist endlich wieder auf der Heimfahrt. Aber wer hat denn nun den Schatz der Silingen? Auch noch ein paar andere letzte Fragen müssen noch geklärt werden. Wenn mich jedoch nicht erneut unplanmäßige Dinge abhalten, stehen die Aussichten gut auf Fertigstellung des Romans noch vor der Wintersonnenwende.

17.11.17

Ein Staat wird in genau jenem Moment zum Feind des Menschen, in welchem er eigene Interessen entwickelt.

7.11.17

9:35: "...hat einen geänderten Wagenstand. Die Wagen 9 und 6 entfallen."
9:41: "...hat einen geänderten Wagenstand. Die Wagen 5 und 6 entfallen."
9:46: "...hat einen geänderten Wagenstand. Die Wagen 9 und 5 entfallen."
Ohne Platzreservierung ist man also wieder einmal klar im Vorteil.

6.11.17

Wenn mein Liebling verreist, versetzt mich dies kaum weniger in Aufruhr, als wenn ich selbst auf große Fahrt gehen müsste.

31.10.17 - Weltspartag

Dass man den Weltspartag hierzulande als gesetzlichen Feiertag begehen muss, erscheint über das Ziel hinausgeschossen.

29.10.17

Die Vorgehensweise der POlizei erinnert immer mehr an eiskalten Trickbetrug - wohl einfach deswegen, weil es oft kaum etwas anderes als das ist, nur eben im hoheitlichen Auftrage des überdimensionierten Staatsapparates.

23.10.17

Als ich morgens aus einem jener unangenehmen Träume erwache, in welchen ich aus ungeklärten Umständen mit den öffentlichen Nahverbrechern durch die Stadt irren muss, frage ich mich einmal mehr, ab welcher Entschädigungssumme ich diese überfüllten fahrenden Särge wohl meinem Rad vorzöge.

22.10.17

Eine freiheitliche Politik zu vertreten ist so ähnlich wie Atheist zu sein. Plötzlich verbünden sich all die zerstrittenen anderen und fallen über dich her. Sie sind sich darin einig, dass nicht einfach jeder das tun darf, was für ihn richtig und gut wäre, sondern dass in jedem Falle andere darüber bestimmen sollen. Warum eigentlich?

21.10.17

Speziell für den Schulanfang gestaltete Süßigkeiten sind zwar im Grunde ebenso sinnlos wie jene für die Eiertage und Konsumnachten, könnten aber für kluge Einkäufer die zeitlich lange Sommer-Herbst-Lücke zwischen den zugehörigen Resteverkäufen schließen helfen.

10.10.17

Unsere Layouterin muss in Kürze gaaanz überraschend in den Urlaub fahren, die Arme! Da hilft ihr die gesamte Redaktion natürlich gern mittels Verdoppelung des Arbeitstempos. Wer dabei vor Stress umfällt, kann ja im Liegen weitermachen.

8.10.17

Gewiss, die vielen umgestürzten Bäume tun mir sehr leid. Tatsächlich habe ich den ersten jedoch erst am Samstag selbst gesehen. Die Anzahl der Todesopfer mag ich manchem zu mathematisch nüchtern betrachten. Ansichtssache. Menschen aber "aus Sicherheitsgründen" außerhalb von Fahrzeugen stehen zu lassen, wie es mir über die BVG zugetragen wurde, erscheint mir dann dem Sicherheitsgedanken doch eher zu widersprechen. Andererseits hatte ich auf dem Rad während des Sturmes keine persönlichen Eindrücke, die ich als besonders hervorhebenswert bewerten könnte. Mit den mitteleuropäischen Naturereignissen und ihren Nebenwirkungen liegen wir doch in einem außerordentlich gemütlichen Bereich.

5.10.17

Sturm? Noch etwas, um das zuviel Wind gemacht wird.

4.10.17

Unvermindert gelten meine Tagesgedanken vom 4.5.16.

24.9.17

Meine Wunschpartei und 8 weitere stehen nicht auf dem Stimmzettel; anscheinend treten sie in meinem Wahlkreis alle nicht an. Sehr enttäuschend. Aber mit der attischen Urdemokratie, der Volksherrschaft der Athener hat diese Veranstaltung ohnehin noch herzlich wenig zu tun. Wir durften wieder lediglich darüber abstimmen, wer über uns bestimmen soll.

23.9.17

Die Erkrankung zweier Damen bringt unsere Rollenspielrunde zum Platzen und dadurch meine Wochenendplanung so sehr durcheinander, dass es mir unter anderem beinahe nicht mehr möglich gewesen wäre, morgen wählen zu gehen.

15.9.17

Im nächsten Jahr werde ich erstmals meinen eigenen Kalender benutzen, da mir alle anderen immer aus irgendwelchen Gründen nicht wirklich gefallen.

12.9.17

Solches kommt mir so in den Sinn, wenn ich doch einmal wegen widriger Umstände mit den öffentlichen Nahverbrechern unterwegs sein muss...:

11.9.17

Meine Stellungnahme zum Wahlomat und Kandidatencheck ist fertig.
(Die erste gegenwärtig im Bundestag vertretene Partei landet bei mir übrigens auf Platz 12 - was zwar nicht viel bedeutet, meinem Bauchgefühl jedoch auch nicht merklich widerspricht.)

7.9.17

In unserem Kiez bewies jemand guten Geschmack, Humor und wohl auch Gerechtigkeitssinn, indem er offenbar parteiunabhängig einige Wahlplakate umdrehte...

22.8.17

Gewiss, die Menschheit in ihrem gegenwärtigen Entwicklungsstadium braucht Nachtwächterstaaten, damit sie sich nicht die Köpfe einschlägt. Aber ein Staat, seine Regeln und seine Verwaltung dürfen nicht so weit ausufern, dass sie geistige, körperliche oder wirtschaftliche Schaffenskraft ersticken. Wir brauchen freie Entfaltung und Eigeninitiative. Ob die Ziele des Freiheitskampfes von 1848 noch zu unseren Lebzeiten zur Gänze umgesetzt werden können, mag einstweilen dahingestellt bleiben; aber man sollte sie nicht aus den Augen verlieren zugunsten der Illusion des friedlich freudigen Eierkuchens.

19.8.17

Eine der größten Schwierigkeiten des Lebens ist das Erkennen, was einen wirklich zufrieden werden lassen kann. Jenes im Anschluss umzusetzen, ist nur noch der Rest eines begonnenen Weges.

18.8.17

Wenn die Regelmäßigkeit in meinem Leben nicht bald wieder Oberhand gewinnt, sinke ich bis Ende des Jahres auf 60 kg Lebendgewicht ab. Überhaupt ist es interessant, mit wie abwechslungsreich vielfältigen Warnsignalen mein Körper auf den dauerhaften Missstand aufmerksam zu machen versucht.

17.8.17

Mein Tanzbuch enthält nunmehr Tanzanweisungen für über 200 Volkstänze und höfische Tänze aus acht Jahrhunderten; dazu meist Herkunftsangaben, allerlei historische Hintergründe, einzelne Varianten und Liedtexte, ferner ein reichhaltiges Literaturverzeichnis sowie ausführlicher Index und Inhaltsverzeichnis. Es befindet sich in beständiger Erweiterung, ist auf deutsch und frei von Abkürzungen, dennoch platz- und somit papiersparend und darüber hinaus vollkommen kostenlos.

6.8.17

Nun müssen wir wieder die einfältigen Politikergesichter auf den Straßen ertragen. Freilich weit schlimmer sind die fast durchweg närrischen Werbesprüche, Versprechungen und Forderungen. Mich kann das alles jedenfalls nicht davon überzeugen, jene Leute seien in irgendeiner Hinsicht notwendig.

26.7.17

GEFAHR FÜR ASGARD, der zweite Band von Projekt Caniron ist nun endlich nach seiner Überarbeitung als E-Buch bei Tolino erschienen.

24.7.17

Das Ziehen der Fäden gestaltete sich so überraschend kurz und schmerzfrei, dass ich mich frage, was sie überhaupt noch gehalten haben. Aber so verwundert es um so weniger, dass ich die Hälfte davon bereits vorab zerkaut und verschluckt hatte.

20.7.17

Der Schatz der Silingen ist gefunden! Nun bleibt nur noch die Frage, wer ihn am Ende bekommt...

19.7.17

Mit dem Zweiten sehe ich schlechter:

17.7.17

Nach langem Ringen mit mir selbst hatte ich mich für eine Zahnimplantation statt einer Brücke entschieden. Ob ich damit auch gewonnen habe, erfahre ich hoffentlich erst in vielen Jahren.
Die mich am meisten beruhigende Aussage, es gehe mir nach der Operation wie nach einem gezogenen Zahn, mag jedoch für ab dem Hals abwärts gemeint gewesen sein. Da hatte ich zuletzt von der Betäubung abgesehen keinerlei Beschwerden. Nun hingegen wechsele ich gegen die Schwellung im Akkord die Kühlkissen und bestaune die satten rot-blauen Farben des großzügig um mein Auge ausgebreiteten Blutergusses.
Das eigentliche Hauptproblem sehe ich dabei im weiteren Verlust liebgewonnener Regelmäßigkeit. Eine Woche kein Tanz, und ich soll auf Milchprodukte verzichten...

2.7.17

Volkswirtschaften sind wie natürliche Organismen, welche mit ihren Nachbarn in Symbiose leben. Erst staatliche Eingriffe wie Zölle und Kriege stören das Miteinander, wohingegen Steuern und Subventionen sich wie Tabletten verhalten, deren Nebenwirkungen man niemals ganz überschauen kann. Wenn natürliche Phänomene der Wirtschaft wie Unkraut bekämpft werden, mag man eines Tages erkennen, dass man gerade jene Pflanze ausgerottet hat, die den Krebs immer verhinderte.

30.6.17

Ja, na gut, es war etwas feuchter gestern... Aber mit dem Rad trotzdem kein Problem. Ich habe am Großen Stau - äh, Stern - und anderswo sehr in mich hineingeschmunzelt.

27.6.17

Wie man sich das vorstellen muss, wenn eine Hose 'schlimm fit' ist, kann mir ja auch gleichgültig sein - um so mehr, wenn sie dort, wo ein Reißverschluss hingehört, Knöpfe hat...

22.6.17

Das Schönste am Regen ist, dass der Kettenraucher unter mir dann die Fenster schließt.

7.5.17

Ein erster Entschluss steht fest: Wenn ich mich für ein Implantat entscheiden sollte, werde ich nicht bloß wegen der Zwangsversicherung bis zum Januar damit warten. Letztlich kostet es ähnlich viel wie ein Jahresversicherungsbetrug -äh- -beitrag. Also sind die Kosten ebenso wie die Zahlungsmodalitäten meiner Versicherung eher keine hilfreichen medizinischen Argumente bei der Auswahl des Zahnersatzes, sondern wieder einmal nur gegen den Versicherungszwang. Im übrigen erspart mir baldigeres Handeln auch eine unsägliche Prothese.

5.5.17

Die Prothese für den fehlenden Zahn ist schund: Sie fällt herab, sobald ich meine Zähne auseinandernehme. Tu ich dies jedoch nicht, beiße ich auf die Metallklammern.
Als ich nachfrage, ob das alles denn noch andere Zwecke als kosmetische verfolge, werde ich bestätigt und winke ab. Allein der Gaumenteil des kleinen Monsters stört mich mindestens so wie die Zahnlücke. Wozu also! Lediglich auf längere Zeit sollten die Nachbarn daran gehindert werden, zusammenzurücken, was ich erstmal mit meiner oberen Beißschiene ebensogut erreichen kann.

2.5.17

Die Wurzelbehandlung; Letzter Teil: Ach, hätte ich jetzt gern eine Wurzelbehandlung!
Um nach meiner bevorstehenden Zahnbehandlung mal ein paar mehr weiche Dinge im Hause zu haben als an den Tagen, an denen man nicht einkaufen darf, radle ich mit leidlich gefülltem Korbe wieder heim, da springt mir die Kette herunter. Ich stelle es ab, um nach irgendeinem Papiermüll zu suchen, mit dem man sie unbefleckt anfassen kann, da bläst mir der Wind das Rad um. Zwei Schokopuddinge, das Joghurt für Conny und der Quark sind geplatzt. Mit ersteren steht dann wenigstens schon mal das Mittagessen fest, da ich eh nichts mehr kauen kann.
Der Regen auf der Fahrt zum Zahnarzt genügt nicht, all die Spritzer der halbflüssigen Speisen von Rad, Zubehör und Kleidung vollends abzuwaschen - nur für nasse Oberschenkel auf dem Behandlungsstuhl. Immerhin lässt er nach, als ich mit einem Zahn weniger wieder heimkehre, da er nun ja nicht mehr gebraucht wird. Den Zahn hingegen werde ich wohl noch eine ganze Weile vermissen.
Zuhause lese ich dann im mir mitgegebenen Merkblatt, man solle wegen der Betäubung nach Zahnextraktionen nicht mit dem Auto fahren. Das Rad genommen zu haben, war also wie zumeist die richtige Wahl.
Versäumen Sie nicht die Romanfortsetzung als Fortsetzungsroman: "Brücke oder Implantat?"

1.5.17

Abends bemerke ich die Beweglichkeit des Zahnes. Meine erste Annahme scheint sich also doch wieder zu bestätigen.

30.4.17

Beim Frühstück beiße ich in eine durchaus weiche Birne. Das knackende Geräusch und den Schmerz hätte man so also nicht erwartet. Ich beruhige mich, hier sei nicht der Zahn, sondern die Füllung gebrochen. Meine hauptsächliche Schlussfolgerung ist, dass gesetzliche Sonntage auch nicht besser sind als gesetzliche Feiertage.

29.4.17

Bei einer Millionenstadt erscheinen ein paar hundert Demonstranten gegen den Rundfunkzwangsbeitrag erbärmlich wenig. Aber ein paar Passanten gesellen sich dann doch noch spontan zu uns. Die anderen tun, was die breite Masse eben üblicherweise so gegen Totalitarismus tut: dumm glotzen.

27.4.17

Mein erstes Gefühl hat mich doch nicht getrogen: Eiter unter dem Zahn.

23.4.17

Wir tanzen im "öffentlich-rechtlichen Fernsehen". Fraglos ein sehr kurzer Suchspaß bei rund zwei Minuten Dauer und so vielen anderen Leuten im Bild. In unserem Youtube-Kanal kann man uns statt dessen langfristig und ausführlich beschauen.

18.4.17

Erstmal merke ich fast gar nichts mehr! Die Belastungen der letzten Wochen - oder eher Monate - haben bei mir ja schon die eigenartigsten Körperreaktionen hervorgerufen.

16.4.17

Aufgrund der wechselhaften Symptome ist auch eiertagsstressbedingtes Aufbeißen als Ursache nicht auszuschließen.

14.4.17

Der hohen Druckempfindlichkeit meines Schneidezahns zufolge, mag eine Wurzelbehandlung anstehen. Jedenfalls stellt die Unerreichbarkeit von Zahnärzten einen weiteren guten Grund, staatlich vorgeschriebene Feiertage abzulehnen.

19.2.17

Geruhsamer Alltag, lieber Gefährte! Welch Freude, dich nach all der langen Zeit endlich einmal wiederzusehen! Wie lange kannst du bleiben?

7.2.17

Wenn wie eben beobachtet allein in der Tegeler Straße innerhalb einer Viertelstunde ganze vier Polizeiwagen spazierenfahren, kann von Unterbesetzung ja wohl nicht das kleinste bisschen Indiz einer Rede sein.

2.2.17

Um den Kapitalismus wirklich verstehen zu können, muss man unter anderem zuerst einmal wissen, dass Geld nicht das einzige und nicht einmal wichtigste Kapital ist. Immobilien oder Maschinen können ebenso zum Kapital einer Privatperson, eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft gehören wie Geschäftskontakte, Mitarbeiter und die Umwelt allgemein. Insbesondere die letzteren beiden müssen gesund sein, um als Kapital funktionieren zu können, andernfalls erzeugen sie Kosten. Das vermutlich stets nützlichste Kapital ist hingegen das Wissen selbst.

27.1.17

Sogar die Ankündigung der Beitragserhöhung der Krankenzwangsversicherung bestätigt nun meine Vorbehalte gegen die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Da die Rückstellungen am Kapitalmarkt angelegt werden, müssen die entgangenen Zinseinnahmen anderweitig beschafft werden. Erstmalig spricht bei dieser Gelegenheit ein Versicherungsunternehmen offen und ehrlich von Betrug: "Betrug die Nettoverzinsung 2010 noch 4,0%, waren es 2015 nur noch 3,1%."
Bleibt zu hoffen, dass die EZB bald von ihrem Tun ablässt und es eines Tages kein Gremium mehr geben wird, welches zentralistisch einen Leitzins beschließt, sondern ein dann freierer Markt dies in der ihm zukommenden Weise selbst regelt.

2.1.17

Wir haben überlebt und sind erst einmal wieder in Sicherheit...

24.12.16

Mit seiner Frage nach dem "Sicherheitsstatus" erklärte das Fratzenbuch Berlin in unverantwortlicher Weise zum Katastrophengebiet und schürte die allgemeine Hysterie. Für mich war sofort klar, dass ich dies auf keinen Fall beantworten würde.
Durch beispielsweise Weihnachtsbaumbrände oder gar Nikotin sterben jeweils allein mehr Menschen als durch Gewaltverbrechen. Dennoch fürchtet sich niemand vor toten Bäumen oder Tabakwaren. Zudem war lediglich ein Achtzigtausendstel der Berliner Opfer des stümperhaften Attentats, was eine Bekanntschaft mit den Betroffenen schon mal grundsätzlich höchst unwahrscheinlich macht. Angst nützt nur drei Personengruppen: den Terroristen, den Fremdenfeinden und jenen, die an der Angst verdienen.
Im übrigen weiß sowieso jeder, der mich ein klein wenig kennt, dass ich mich nie freiwillig in die Nähe eines Weihnachtsmarktes begeben würde.


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