Gedanken zum Tag

2.1.18

Über 70.000 Besuche meiner Webseiten der Domäne ohher.de, dazu über 22.000 bei zge.de sind ein befriedigendes Ergebnis für 2017. Besonders freue ich mich über die 6.000 Zugriffe auf mein Tanzbuch.

4.1.18

Wird Zeit, dass das Jahr rum ist...

5.1.18

Sie will die Tagesschau sehen, obwohl ich ihr gerade gestern meinen Jahresrückblick vorgelesen habe! Dann aber stößt sie sich ganz von selbst gleich beim ersten Bericht an der kaum verschleierten Einseitigkeit und Tendenziosität und bald darauf an der insgesamt belanglosen Themenauswahl.

7.1.18

Auf unserem ersten nennenswerten Spaziergang der neuen Rechnung erziele ich die sagenhafte Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa einem Stundenkilometer. Demnach noch bemerkenswerter ist Connys Geduld.

8.1.18

Zum vierten Male höre ich mir die Filmmusik zu Episode 8 an. Nun kann ich recht sicher sagen, dass sie mir mehr Freude bereitet als ihr Vorgänger. Davon ausgehend, dass John Williams wie gewohnt die Stimmung und Qualität eines Films sehr gekonnt umsetzt, vermute ich, dass mir auch der Film besser gefallen wird als Episode 7 und es somit in jedem Falle ins Mittelfeld meiner persönlichen Rangliste schaffen mag.

12.1.18

Tut mir leid, aber wenn Sie englisch mit mir sprechen, müssen sie sich wohl verwählt haben.

13.1.18

Mit jedem Tag sehe ich mich aufs Neue und vermehrt in meinen Vorbehalten gegen die gesamte Versicherungsbranche ebenso wie staatlich zwangsverordnete Versicherungen bestätigt. Ohne die aufgenötigte Krankenversicherung bliebe mir ein Großteil des Papierkrieges und manch schwere Entscheidung erspart, wohingegen ich die über 5.000 Euronen Beitragsverschwendung allein der letzten beiden Jahre nun besonders dringlich bräuchte.
Das alles kann man ja wirklich nur ausgesuchten Feinden empfehlen.

16.1.18

Die Krankengymnastin verweist mich darauf, dass ich zur besseren Abschwellung bis zur Operation möglichst nicht mehr sitzen, sondern nur liegen oder stehen soll. Von all den vielen Ärzten wusste dies mir gegenüber niemand.
Nebenbei stelle ich fest: Auch mit Krücken unterwegs ist Granulat keinerlei Hilfe.

18.1.18

Zuerst hieß es ja, an das Knie würde sich niemand herantrauen, bevor nicht das Schwellungsdurcheinander abgebaut sei. Dann, das hätte gleich nach dem Unfall gemacht werden müssen. Nun soll auf einmal alles sowieso gar kein großes Prolem sein - von den üblichen Risiken und Nebenwirkungen abgesehen, na klar. So hat eben jeder Arzt seine Meinung und der Patient den Lottoschein.
Jedenfalls ist die OP nun für Montag früh angesetzt.

19.1.18

Man muss auch die Vorteile sehen: Rechts werden die Socken nun viel weniger abgenutzt.

21.1.18 - Weltknuddeltag

Neben der Wettervorhersage gibt es ja auch noch die Wetterhervorsage, gewöhnlich durch kundige Medizinmänner versucht.

22.1.18

Mein erster Gedanke beim Erwachen nach der OP ist: 'Ich lebe noch!' Über manche minimalen Restrisiken sollte man besser gar nicht aufgeklärt werden. Nach dem Unfall ging es mir trotzdem besser als jetzt.

25.1.18

Mein Liebling holt mich aus der grauen Parallelwelt zurück in ihre Obhut.

30.1.18

So ein Eber hat ja vier Beine. Warum sage ich das jetzt? Nun, jedenfalls hat unser ganz spezieller Grüner Eber ja eigentlich gar keine Beine, ist er doch ein virtuelles Wirtshaus, das seit nunmehr unfasslichen 22 irdischen Jahren von einem nimmermüden Freundeskreis schriftstellerisch rollenbespielt wird. Was nicht heißt, dass nicht stets für Neulinge ein Hocker frei sei - die werden dann schon zu Freunden. Das ist eben die spezielle Grün-Eber-Magie.
Genug geredet!
Herzlichen Glückwunsch, Grüner Eber!

31.1.18

Physiotherapeuten sind die wahren Heiler.

1.2.18

Putzsucht stellt nicht nur eine Hemmschwelle für den Zusammenzug mit einer befallenen Person dar, sondern auch die Ursache für deren Rückenschmerzen.

7.2.18

An dieser Stelle einmal einen ganz besonders herzlichen Dank an meine Conny, die mir so liebevoll in allem beiseitesteht!

13.2.18

Ich darf nun schon so sehr auftreten, wie es nicht wehtut. Ein erster kleiner Quantensprung!

14.2.18

Vor genau 20 Jahren bin ich in den Sprengelkiez gezogen. Leider muss ich dem Jubiläum noch aus der Ferne gedenken, aber der rückwärtige Umzug ist ja nun in Sicht.

20.2.18

In der Kniesprechstunde ist man so zufrieden, dass die Wahrscheinlichkeit einer zweiten OP um ein paar Prozentpunkte sinkt. Für den April stellt mir der Chirurg gar radfahren und tanzen mit Schiene in Aussicht.

21.2.18

Nach fast zwei Monaten ziehe ich heute endlich wieder nach hause.

22.2.18

Die vermeintlich bei Aldi verlorenen Handschuhe liegen im Wagen des Freundes.
Endlich wieder duschen statt am Waschbecken waschen!
Der Verstärker der Stereoanlage ist 'repariert'.
Mein erster Abstecher ins Sprengelhaus...
Kurz: ICH BIN WIEDER DA!

23.2.18

Implantatbehandlung Folge 483: Wenn die Betäubungsspritze intensiveren Schmerz verursacht als wohl alles nach meiner Knie-OP, sehe ich mich doch sehr darin bestätigt, eine solche nicht bei läppischen Plomben oder Wurzelbehandlungen an mich heranzulassen.

25.2.18

Obgleich ich nicht zuletzt durch meine Beziehung und durch das in den letzten Jahren errungene Gefühl umfassender finanzieller Sicherheit eine gewisse Großzügigkeit herausgebildet habe, fällt mir doch meine zugleich zunehmende Intoleranz gegenüber jeglicher Verschwendung auf.

26.2.18

Auftrittsapplaus und viel Knuddelei als ich zum ersten Male wieder meinen Tanzkurs übernehme - freilich noch ohne allzu viel selbstpersönlich in körperliche Bewegung zu geraten.

27.2.18

Nach beinahe drei Monaten Zwangspause gibt es nun auch endlich wieder eine Neufassung des Tanzbuches mit einem neuen Tanz und verschiedentlichen kleinen Ergänzungen und Korrekturen.

2.3.18

Anscheinend erreiche ich bereits die Gehbehindertengeschwindigkeiten, welche die Routenfunktion von Guugel sich offenbar so als Durchschnittswert zu vermuten erdreistet: vier Stundenkilometer!

5.3.18

So ist es eben in der Demokratie: Ein Teil des Volkes herrscht über den anderen. In vielen Punkten ist das kaum gerechtfertigt.
In der Schweiz sind es laut gestriger Volksabstimmung fast 30%, die zu etwas gezwungen werden - also nicht mal eine als bedeutungslos mickrig definierbare Minderheit, sondern ein überaus erheblicher Anteil. Dass eine Mehrheit überhaupt so willkürlich in nicht existenziellen Dingen über die anderen bestimmen darf, ist ebenso ein Armutszeugnis wie dieses Abstimmungsergebnis. Freiheit muss auch ohne vorherige Abstimmung möglich sein, sonst leben wir nach dem Recht des Stärkeren.

6.3.18

Ohne Krücken in der Wohnung unterwegs zu sein - welch erhebendes Gefühl!

7.3.18

Der Staat ist die große Fiktion, mit deren Hilfe jeder auf Kosten des anderen leben will. - Frédéric Bastiat

11.3.18

Wenn man jemandem helfen will, muss man zuerst herausfinden, was jener denn überhaupt braucht.

12.3.18

Geschenke sind oft eine Bürde.

21.3.18

So eine Putzhilfe sorgt bei mir vor allem für Unruhe und Zusatzarbeit. Sollte ich in hohem Alter erneut auf eine solche angewiesen sein, kommt sie gut als eine der verdächtigen Ursachen infrage für den Nervenzusammenbruch, an dem ich dereinst versterben werde.

28.3.18

Implantat die hoffentlich Letzte: Nun muss ich mich nach beinahe 11 Monaten erst einmal daran gewöhnen, keine Zahnlücke mehr zu haben...

29.3.18

Ein Jahr fernsehfrei!

30.3.18

Wer den Krümel nicht ehrt, ist des Kuchens nicht wert.

1.4.18

Infolge des in den vergangenen Monaten massiv erschwerten Nägelschneidens am rechten Fuß habe ich mir zu alledem noch eine Nagelbettvereiterung zugezogen. Zum Glück weiß Conny um geeignete Hausmittel.

3.4.18

Doch noch Implantat: Wohl aufgrund dessen, dass die implantierte Wurzel bar jeden Nerves ist, verbleibt auch nach Tagen ein seltsam taubes Gefühl beim direkten Aufbeißen von Zahn auf Krone, welches an den letzten Rest einer örtlichen Betäubung erinnert. Man muss vermutlich von einer dauerhaften Erscheinung ausgehen, die zwar nicht entscheidend ist, ich aber gern bereits bei der Auswahl zwischen Implantat und Brücke gekannt hätte.

4.4.18

Im Dezember konnte ich ja nun unfallbedingt nicht zu meinen geliebten Naschrestverkäufen nach den gesetzlichen Feiertagen aufbrechen. Entsprechend wichtig war mir das heute und freute ich mich darauf. Vor Ort musste ich jedoch feststellen, dass der Aldi meines bisherigen Vertrauens die Preise nur geringfügig angepasst hatte - nicht genügend für meine zuvor verwöhnten Ansprüche. Nach langem fassungs- und ratlosen Starren auf die Auswahl und Umkreisen derselben zog ich statt der üblichen drei bis vier Kilo Süßigkeiten bitter enttäuscht lediglich mit einem Käse und Salzstangen ab.

9.4.18

Nach fast vier Monaten beschreite ich meine ersten beiden Tänze, zwei Pavanen.

10.4.18

Ganz entgegen meiner eigenen Zuversicht empfindet der Chirurg meine Fortschritte als zu gering. Das nimmt mir ein wenig die Kraft für weitere.

11.4.18

Die Physiotherapeutin weiß mich moralisch wieder etwas aufzubauen: Ärzte sind schon mal etwas überambitioniert und können sich auch nicht immer so genau daran erinnern, wie der Stand beim letzten Mal war. Im Anschluss darf ich im Geräteraum noch 10 Minuten Radfahren, was in meinem Unterbewusstsein die Erinnerung an die auf ungewisse Zeit verlorene Freiheit weckt.

14.4.18

Ein ganz normaler Tag mit den öffentlichen Nahverbrechern: Auf dem S-Bahnhof Wedding schaffen es die beiden Uhren noch immer unabhängig voneinander zwei nirgendwo auf der Welt gültige Zeiten anzuzeigen. Im Zug wird man gleich von zwei Motzverkäufern synchron beschallt. Dafür wird Schönhauser Allee minutenlang eine Bahn als in einer Minute kommend angezeigt, bis sie dann geisterhaft ausfällt.
Zum Glück bin ich den Wahnsinn bald wieder los. Als "Kurzstrecken" bezeichnete Entfernungen erlaufe ich ja eh schon ohne nennenswerten Zeitverlust.

17.4.18

Dass ich durch staatliche Einmischung seit 2009 zu einem Krankenversicherungverhältnis gezwungen bin, beschert mir nun bei der unfallbedingten Schadensregulierung nicht etwa nur den doppelten, sondern eher wohl mehr als dreifachen Papierkrieg bei gleichzeitig daraus folgenden Erstattungsverzögerungen.

18.4.18

"Na, Kleine? Gehst du denn schon zur Kinderinternierung?"

28.4.18

Am Buffet eine Schlange zu bilden, ist wohl die verlässlichste Maßnahme, alle erheblich länger warten zu lassen.

7.5.18

Abendlich Stiche im Knie - aber an allen Tänzen teilzunehmen, war das allemal wert.

13.5.18

Endlich, endlich, endlich!
Vernehmet die frohe Kunde und traget sie in die Welt hinaus:
Nach 149 Tagen erhöhen sich meine Geschwindigkeit und Reichweite neuerlich und diesmal auf befriedigendes Maß, da ich dank hinreichend erlangter Beugungsfähigkeit des Knies das überlegene Fortbewegungsmittel anzutreiben vollbringe.
Ich fahre wieder Rad!

24.5.18

Der Assistenzarzt zerbombte vorgestern meine psychische und damit auch die kniebezogene Stabilität, indem er vom Radfahren und Tanzen bis auf weiteres abriet und auch die immer noch mögliche Nachoperation nicht unerwähnt ließ. Erst im Laufe dieses Tages erlange ich nach und nach mühsam für kurze Zeiten meinen Lebensmut zurück, obwohl mich schon zuvor eine Physiotherapeutin und andere liebe Menschen bestärkt und getröstet haben. Kreative Arbeit hilft mir - wie immer.

25.5.18

Im Haus hat ein neuer Laden eröffnet: 'Barbar-Schopf' oder so ähnlich - das muss wohl irgend etwas mit Haaren zu tun haben...

29.5.18

"Herr Herde, fahren Sie bitte weiter Rad!" So eine andere Physiotherapeutin heute. Fast die gesamte Behandlung lang führt sie mir Argumente auf, auch fürs Tanzen mit seinen kontrollierten Bewegungen. Beim Radfahren soll ich sogar die Schiene weglassen!
Derart wieder aufgerichtet, kann ich mich um die neuerliche Rückeroberung des durch die Schockmeldung des Arztes sofort wieder verlorenen Kilogramms bemühen.

8.6.18

Schon lange ahnte ich, Wilhelmines erste Reise über die Grenzen Schlesiens hinweg würde sie in die Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie führen. Als Kulissen haben sich nun die Wiener Weltausstellung 1873 und der zeitgleiche eine Weltwirtschaftskriese begründende Wiener Börsenkrach herausgestellt.
Nicht mehr lange, und der zweite Roman kann zu schreiben begonnen werden!

14.6.18

Auch bei einer Steigung von 4,5% erreiche ich nun unter Laborbedingungen - also auf dem Laufband - meine altgewohnten 6 km/h.

20.6.18

Angesichts der wieder aufgekommenen Beflaggung bin ich besonders froh, keinen Fernsehempfang mehr zu haben und ständig mit unnützen Informationen geplagt zu werden. Ja, es erfüllt mich gar mit einer gewissen Genugtuung, bislang nicht einmal das Austragungsland der gegenwärtigen Fußballveranstaltung zu wissen.

23.6.18

Als Aufwachohrwurm dudelt mir heute ein Stück aus dem Figaro im Kopfe herum. Dies bringt mich auf die Frage, was wohl vor den französischen Lehnworten Frisur und deren Ableitung Friseur/Frisör im deutschen Sprachraum hierfür gebräuchlich gewesen sein mag. Sogleich fällt mir die Haartracht ein. Der betreffende Beruf ist dann wohl der Haartrachter, denn dort trachtet man ja nach den Haaren der Kundschaft. Ein anderes altes Wort wäre die allerdings ebenfalls aus dem Romanischen entstammende Bezeichnung für den Bartscherer - der Barbier. Selbiger will, wie wir bereits gelernt haben, dem Barbaren an den Schopf und dazu noch ein Bier - im Einzelfall das Rhabarberbarberabarbarbarenbärtebarbierbier.

12.7.18

Wer immer noch mehr will, hat irgendwann nichts mehr.

14.7.18

"Tastatur klar zum Entern, Herr Kapitän!"

16.7.18

Nach einem ersten Versuch am gemächlicheren Mittwoch schaffe ich es tatsächlich auch heute, alle Tänze ohne stützende Beinschiene zu bewältigen. Lediglich die schnellen Wendungen bei der Schiarazzula stellen noch eine besondere Anforderung an mich, dass ich ein wenig schummeln muss. Damit kann die Schiene endlich dauerhaft unter der Kommode verbleiben.

18.7.18

Das Bundesverfassungsgericht findet ganz überraschend heraus, dass ein Mensch nicht in zwei Wohnungen gleichzeitig fernsehen kann. So weit so gut. All die anderen Erkenntnisse zu erlangen, überlässt es leider dem Europäischen Gerichtshof.

23.7.18

Der Auswurf "Ich arbeite hier" stellt in keinem Falle eine akzeptable Entschuldigung dar.

29.7.18

Ein Bild kostet mehr Speicherplatz als tausend Worte.

2.8.18

Der Besitz eines Mobiltelefons wäre zweifelsohne ein weiterer Sargnagel für mein Nervenkostüm.

6.8.18

Genug des Sommers! Nun bitte den Frühling einleiten!

21.8.18

Nach langem zunehmenden Bangen wegen einer Nachoperation ist nun wieder alles etwas anders als erwartet. Ich hatte aufgrund seit Wochen stagnierender Beugungsfähigkeit ihre Notwendigkeit befürchtet, ihre Nachwirkungen jedoch für geringer als bei der ersten erwartet. Statt dessen wird sie empfohlen, aber nicht als unbedingt notwendig ausgegeben. Ich darf selbst innerhalb der kommenden zwei Monate entscheiden, ob ich mich Ende November noch einmal unter das Messer begeben will, bei welcher es um eine höhere Stabilität meines Knies gehen würde, insbesondere die erhöhte Abnutzung auszubremsen. So oder so werde ich jedoch um ein künstliches Kniegelenk in fernerer Zukunft nicht herumkommen. Ganz ehrlich haben die Ärzte auch darauf hingewiesen, dass ich bei der Nach-OP noch einmal fast genau denselben Ritt durchmachen muss wie gehabt und dass ich auch ohne sie noch nicht am Ende meiner Fortschritte angelangt bin.

23.8.18

Auf eine Ahnung hin überschlage ich meine bisherigen in Physiotherapien gesteckte Zeit und errechne etwa derer 150 - ohne heimische Übungen. Konfetti!

30.8.18

Mein Kalender für 2019 ist noch bunter als der vorige - ich habe mich für eine blaue Jahreszahl entschieden.

4.9.18

Als ich feststelle, in mein Tanzbuch allein exakt 100 Zweisatz-Gassen aufgenommen zu haben, erwäge ich diesbezüglich eine werbend-feiernde Meldung im Fratzenbuch - jedoch nur für kurz. Noch bevor ich die neue Version im Netz veröffentlichen kann, sind es bereits derer 102.

5.9.18

Jede Kippe vergiftet etwa einen Liter Grundwasser.

19.9.18

Es fehlt mir wohl schlicht nur an dem beständigen Drang, stets woanders sein zu wollen, als ich bin.

20.9.18

Liebe Gastwirte und sonstige Toilettenbetreiber!
Klosteine sind uneffektiv, umweltfeindlich und stinken ekelhaft. Darum spüle ich im Falle deren Vorhandenseins bei kleinem Geschäft in aller Regel nicht. Einen solchen gar im Waschbecken vorzufinden, ist allerdings eine erschütternd widerwärtige Neuheit und bleibt hoffentlich Einzelfall.

30.9.18

Beim Entschlüsseln einer Tanzchoreographie aus zwei verschiedenen Quellen stelle ich beeindruckt fest: Der vs-amerikanische Choreograph scheint zu wissen, was eine Hecke ist! Eben nicht das gleiche wie eine Hecken-Acht, wie heutzutage weitverbreitet irrgeglaubt wird. Mag aber sein, dass er denselben Begriff für beides verwendet.

10.10.18

Meinem gegenwärtigen Hörbuch entnehme ich eine ungebrochene Aktualität des Lucius Annaeus Seneca.

11.10.18

Auf dem Gang des Reha-Zentrums huscht mir zweimal verstohlen Frau Merkel über den Weg. Kein Zweifel: Eine Zwergin in leuchtend farbigem Geschäftskostüm mit sauertöpfischen Gesichtsausdruck und einem Sicherheitsbeamten mit Kabel im Ohr. Mir bleibt aber auch nichts erspart!

12.10.18

Müllirrtum zu meinen Gunsten: In der Wertstofftonne entdecke ich eine Tüte wohlsortiert mit Einwegpfandflaschen im Wert von 2,75 Euronen.

13.10.18

38 Personen tanzen 23 Gassen und Kreise in 4 Stunden. Dank an alle für die große Anerkennung!

16.10.18

Nun habe ich also die Nach-OP abgeblasen. Sie muss nicht unbedingt sein, ich verspreche mir allzu wenig davon und hätte auch gar keine Nerven dafür. Ich kann radfahren und tanzen, was mir die wichtigsten Dinge sind. Zudem hat mir der Chirurg weitere Verbesserung meines Kniezustandes auch ohne OP in Aussicht gestellt, wenn es auch nie wieder sein wird wie vor dem Unfall.

18.10.18

Zugegeben, das Fliegende Spaghettimonster ist immerhin noch eine wahrscheinlichere Vorstellung als die Existenz einer allmächtigen Gottheit, welche notwendigerweise unerklärbarer wäre als alle Fragen des Universums zusammen.

22.10.18

Nachdem ich monatelang kaum über 120 Grad Beugungswinkel hinauskam, sind es heute plötzlich über 130! Ungläubiger Siegestaumel auf der Physioliege.

27.10.18

Nach mehr als 10 Monaten Unfallbewältigung und Recherche habe ich heute endlich meine ersten Sätze des zweiten Wilhelmine-Romanes niedergeschrieben. Ich freu mich so, denn das Schreiben hat mir so gefehlt!

31.10.18 - Weltspartag

Noch immer gibt es Menschen, welche die Bedrohung durch die GEZ erfolgreich ignorieren. Mein Hauptfehler war wohl schlicht, darauf jemals mit einer Antwort eigegangen zu sein, in der Annahme, in einem Rechtsstaat zu leben und dass logische Argumentation nach geltendem Recht möglich sei. Meine Erfahrungen zeigen hingegen zunehmend, dass solches nur auf privater Ebene gilt, so lange der Staat nicht selbst beteiligt ist. Staaten sollten niemals eigene Interessen entwickeln dürfen und nicht über den Menschen stehen, sonst sind sie des Menschen Feind.

7.11.18

Das ist noch lang die Freiheit nicht,
sein Recht als Gnade nehmen
von Buben, die zu Recht und Pflicht
aus Furcht sich nur bequemen!
Auch nicht, dass die ihr gründlich hasst,
ihr trotzdem auf den Thronen lasst!
      Ferdinand Freiligrath, 1848

8.11.18

Auch bald zwei Wochen nach der Zeitumstellung zeigt sich mein Organismus noch immer verwirrt, obgleich ich mich doch inzwischen der neuen Uhr angepasst verhalte. Möglicherweise ist genau dies der Fehler, den ich eigentlich bewusst zu vermeiden suchte. Ich wollte möglichst gar nicht nach der Uhr leben. Leider klappt dies nur, solange es nicht um Termine mit anderen Menschen geht, welche in aller Regel die Vorgaben der Uhrzeit getreu befolgen. Dass ich vom Fernsehempfang unabhängig bin, hilft wenigstens ein gewisses Maß.
Mein Körper funktioniert weit eher nach der Sommerzeit. So hoffe ich, nächstes Jahr daran zu denken, zumindest das abendliche Montagstanzen während der Winterzeit eine halbe Stunde vorzuverlegen, um den Schaden ein klein wenig zu begrenzen. Ich könnte mir ein paar Teilnehmer vorstellen, denen das entgegenkommt.

9.11.18 - Mauerfall

Zusätzlich gedenke ich heute besonders dem radikalliberalen Abgeordneten der Nationalversammlung Robert Blum, welcher heute vor 170 Jahren in Wien standrechtlich von der Restauration erschossen wurde, obgleich er nicht einmal an den revolutionären Kämfen um die Stadt beteiligt gewesen ist. Sein Tod kennzeichnet die damalige Machtlosigkeit der Nationalversammlung gegen die herrschenden reaktionären Kräfte in den deutschen Ländern. Zugleich erinnert er mich trotz Mauerfalls daran, dass noch längst nicht alle Ziele der 1848er-Revolution erreicht sind und der Staat noch immer drückend über dem Menschen steht.

15.11.18

"Ich soll tun, was der Staat von mir verlangt, und doch soll ich nicht untersuchen, ob das, was er von mir verlangt, gut ist. Zu seinen unbekannten Zwecken soll ich bloßes Werkzeug sein - ich kann es nicht!" - Heinrich von Kleist

19.11.18

Eigentlich wollte ich heute der Welt ja verkünden, dass mein Tanzbuch nunmehr 250 Tänze beinhalte - aber dann sind es doch noch ein paar mehr geworden...


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