Ein Jahr fernsehfrei

Am 29.5.17 wurde das Fernsehen auf DVB-T2 umgestellt. Zugleich war bereits bekannt, dass die privaten Sender bald ebenfalls eine Gebühr einzurichten planten - wenn auch freiwillig und weit preiswerter als die Zwangsabgabe der sogenannten "Öffentlichen". Es gibt ja Menschen, die sich einen Fernseher anschaffen, weil sie den Mist eh bezahlen müssen. Nach dieser Argumentation würde man sich ein Gewehr kaufen, weil man Steuern für die Bundeswehr zu berappen hat.
Mir hingegen war klar: Wenn ich einen neuen Empfänger kaufe, kostet mich dies nicht bloß den Preis für das Gerät, sondern sehr viel Lebenszeit! Ein Abend liefe dann immer so ab, dass ich ab 20:15 Uhr durch die etwa 20 Staatssender zappe, um in den meisten Fällen irgendwann aufzugeben und eine Konserve anzuschauen. So geschah es ja selbst inklusive der Privaten bereits immer häufiger.
Auch ein Jahr danach könnte ich mit meiner gegenteiligen Entscheidung nicht zufriedener sein. Meine Abende nutze ich seither sinnvoller, entspannter und von Sendezeiten unabhängig. Meine bislang insgesamt 1085,96 Euro Rundfunksteuer seit 2013 sind freilich erst einmal weg.
Der Volksentscheid in der Schweiz hat eines deutlich gezeigt: Dort wäre eine Zwangsfinanzierung des "öffentlichen" Rundfunks gar nicht notwendig, um ihn zu erhalten - zumindest noch nicht.

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Dieser Artikel erschien auch im Kiezboten vom März 2018.


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Oliver H. Herde