Rechts? Links? Aufwärts!

Die Unterteilung der Parteien nach "rechts" und "links" darf als restlos veraltet angesehen werden, entstand sie doch in den Anfangstagen des deutschen Parlamentarismus bereits Mitte des 19ten Jahrhunderts. Damals waren die "Rechten", also rechts im Reichstag Sitzenden, die konservativeren und königstreuen Liberalen, die "Linken" die radikaler für gesellschaftliche Veränderungen und Demokratisierung Einstehenden.
Im heutigen Parteienspektrum herrschen völlig andere Verhältnisse. Die Stömungen sind viel komplexer geworden, und ein extremes "Links" bedeutet längst ebenso die Abkehr von der Freiheit des Einzelnen wie ein extremes "Rechts".
Aus diesem Grunde habe ich mich an einem ganz anderen Schaubild versucht, in welchem die alte Einordnung eine gebührend untergeordnete Rolle spielt gegenüber dem Grad der Freiheitlichkeit einer Partei. Natürlich ist auch dieser nicht immer leicht zu bewerten. Die Übersicht spiegelt meinen ungefähren gegenwärtigen Informations- und Vermutungsstand wieder und sollte daher nicht auf das Pixel genau genommen werden.
Pfeile versuchen die Entwicklung einer Partei seit den 90er Jahren darszustellen. Kursiv und in blasser Umrissfarbe finden sich die älteren Namen einer inzwischen umbenannten Partei.
Die Partei Widerstand 2020 wurde erst im April 2020 aufgrund der Aufhebung zahlreicher Grundrechte im Rahmen der Corona-Hysterie gegründet und ist vermutlich mehr noch als die Partei der Vernunft oberhalb der FDP anzusiedeln. Gleiches gilt für die Partei Wir 2020, welche als Ableger der ersteren seit Juni 2020 existiert. Dagegen sind die Regierungsparteien seit den Übermaßnahmen sämtlich weiter nach unten zu verschieben.

Als Einstieg(!), sich über die Vielzahl der Parteien und Kandidaten zu informieren, können auch Wahlomaten wie Parteivergleich, Kandidaten-Check oder Dein Wal dienen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass jeweils nur eine sehr kleine und zufällige Themenauswahl von politischen Fragen angeboten wird, welche einem selbst nicht unbedingt die wichtigsten darstellen muss. Darüber hinaus sagt die Begründung durch die befragten Parteien jeweils weit mehr aus als die oft irreführende Zustimmung oder Ablehnung. Daher sollte man auch die Wahlprogramme der Parteien einsehen.


Loriot: "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen."

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