Demonstrationen für Frieden und Freiheit,
für Wiederherstellung von Grundgesetz und Demokratie

seit Sommer 2020 in Berlin
Tag der Freiheit (1.8.20) / Nachglühen (2.8.20) / Berlin läd ein (29.8.20) / Verfassungsgebende Versammlung (2.10.20) / Demonstration gegen das Ermächtigungsgesetz (18.11.20) / Mahnwache vor dem RKI (montags ab Herbst 20) / Demokratie-Marktplatz (31.7.21) / Tag der Freiheit II (1.8.21) / Demonstrationen am 28. und 29.8.2021

Der Tag der Freiheit (1.8.2020)

Als ich etwas verspätet beim Friedrichstadtpalast auf den Demonstrationszug stoße, zählt die Polizei von ihren Hubschraubern aus bereits über 800.000 Teilnehmer. Davon weiß ich zwar noch nichts, aber auch der für mich sichtbare Ausschnitt aus Tausenden von friedlichen, demokratischen Menschen rührt mich - nachdem ich erst einmal ein paar Fotos geschossen habe und auch innerlich angekommen bin - zu Tränen.
Tag der Freiheit - Videoliste
mit Michael Ballweg, Bodo Schiffmann, Samuel Eckert, Nana 'Lifestyler' Domena, Markus Haintz, Thorsten Schulte, Heiko Schrang, Ralf Ludwig, 'Schwrzvyce', dem 'Mann mit dem roten Shirt' Stefan Bergmann, Lothar Hirneise, Heiko Schöning, Tina Romdhani, Herrmann Ploppa, Adam Wendler, Albert Kessler, 'Kilez More', Hendrik Sodenkamp, Clemens Kuby, Daniele Ganser und recht vielen anderen
(Viele der ursprünglich gelisteten Videos wurden bereits von Youtube zensiert. Die Gründe dafür verrät Youtube nicht.)

Artikel von Peter Hahne: "Großdemo Berlin: Wieviele Teilnehmer? Faire Medien?"

Mein Schild am Fahrradkorb erweist sich als beliebtes Fotomotiv und bringt mir viele freundliche bis herzlich lächelnde Gesichter ein.

(Erst am Folgetag während des 'Nachglühens' im Mauerpark reißt in meiner Abwesenheit anscheinend ein Gegner des Grundgesetzes und der darin verankerten Meinungsfreiheit das Blatt aus der dabei beschädigten Hülle. Ich habe die Datei ja noch...)

An der Kreuzung Torstraße und Rosentaler Straße hört man von der Seite die Rufe "Nazis raus!" Einige Demonstranten antworten ebenso zurück. Im ersten Moment bin ich über die thematische Verengung unserer Kundgebung etwas verwundert. Dann begreife ich - offenkundig im Gegensatz zu den nunmehr irritierten Erstrufern von außen, die wohl etwas länger dazu brauchen werden, ihr Tun als Unterstützung des Hygiene-Faschismus zu erkennen.

Nach meiner Mittagspause eile ich zur Hauptkundgebung auf der Straße des 17. Juni. Aufgrund von Absperrungen durch die Polizei, weil die vom Veranstalter angekündigten 500.000 Teilnehmer bereits angekommen sind, aber noch immer mehr nachströmen wollen, wird dies nicht ganz leicht. Wie sich für mich erst später herausstellt, ist die Straße mit Menschen komplett gefüllt. So weichen die nachrückenden Hundertausenden auf beide Seiten des Tiergartens aus und verteilen sich auf die Wege und Wiesen. Durch die dort schlechte Akustik verbreitet sich das Gerücht, die Volksmasse sei auf 3 Millionen angestiegen - tatsächlich handelt es sich laut Polizeiinformation um 1,3 Millionen.
Ich bin auf meinen erzwungenen Umwegen noch nicht einmal in Sichtweite der Rednertribühne, als mir Thorsten Schulte entgegeneilt, den ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genügend einordnen kann. Aufgrund der Unterbrechung seines Redebeitrages wegen Gerüchten einer bevorstehenden Versammlungsauflösung erregt, fordert er die Leute auf, mit ihm eine Menschenkette um das Bundeskanzleramt zu errichten. Ich fühle mich hin- und hergerissen, bin ich doch noch nicht mal richtig angekommen, um nun schon wieder in die Gegenrichtung abzuziehen!
Meine Entscheidung, erst einmal die Bühne sehen zu wollen, erweist sich insofern als schicksalsrichtig, da ich eine aus unserer Tanzgruppe treffe, die auch bei meinen Spielabenden teilnahm, als beides noch stattfinden durfte.
Was wir aufgrund der Menschenmassen nur akustisch aus den Waldbereichen des Tiergartens mitbekommen: Um etwa 16:45 dringen Polizisten auf die Rednertribüne, erklären die Veranstaltung tatsächlich für aufgelöst und fordern die Leute zum Heimgehen auf. Damit sind weitere Beiträge nicht mehr möglich, zumal der Strom abgedreht wird. Dennoch lässt sich die Mehrheit der Menschen nicht vertreiben. Sie verteilt sich nur zunehmend, unter anderem durch kursierende Falschinformationen hervorgerufen, wodurch die Demonstration einen noch größeren Raum einnimmt und zunächst zu mehreren 'kleineren' Teildemos wird, während die meisten auf dem 17. Juni bleiben.

Lustiger rechtlicher Nebeneffekt: Mit der Auflösung der Veranstaltung entfallen die Maskenpflicht und andere "Hygieneauflagen"...

Völlig vom Tage geschafft, wollen meine Mittänzerin und ihre Freundin heimgehen. Mir geht es ähnlich. Doch die Polizei will mich nicht durch eine Absperrung lassen und verlangt von mir statt einem Weg von vielleicht 200 Metern ein Vielfaches an Umweg. Das Ende vom Lied ist, dass ich - nun wieder ohne meine beiden Begleiterinnen - die anderen Teildemos entdecke und noch etwas bleibe, um weitere Fotos zu schießen.
Schließlich dennoch müde, kehre ich zum Rad zurück, muss aber vor dem Kanzleramt wegen einer weiteren Menschenmasse absteigen. Ich nutze die Gelegenheit zu weiteren Aufnahmen. Bis auf die andere Seite gelange ich nicht, da der Ruf zum Sammeln erschallt. Dem kann ich nicht widerstehen, also zurück zur Hauptbühne!
Alle Versuche der Polizei, dieses neuerliche Sammeln durch bedrohliches Aufmarschieren und Abriegeln zu vereiteln, scheitern an der hundertfachen Überzahl freier Bürger, welche einfach überall durch den Tiergarten sickern.

Am späteren Abend ist für mich Tagesmensch allerdings endgültig die Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht, zumal man ja seit Monaten nichts mehr gewohnt ist als auf dem Sofa zu sitzen. Mit einem Glücksgefühl wie seit Jahren nicht mehr mache ich mich endlich auf den Heimweg.


Das 'Nachglühen' am Sonntag, 2.8.2020

Ein heftiger Regenschauer lässt mich zurückschrecken, als ich am Folgetag mit dem Rad noch einmal zum Brandenburger Tor fahren möchte, um mir das dortige 'Nachbeben' anzusehen. Aber es gibt nachmittags ja noch eine weitere Veranstaltung, auf die ich mich vertrösten kann. Dort in der Arena des Mauerparks kann ich auch sitzen, was mir Krampfadern und Knie danken werden. Entgegen der Vorhersagen bleibt es in den Folgestunden auch bei ertragbar wenigen Nieseltropfen, die das gemeisame Erlebnis allemal vielfach aufwiegt.
Die lebensfreudige Stimmung ist großartig, das Programm mit einer Abwechslung aus Redebeiträgen, Gesang und artistischen Vorführungen ebenso bunt wie die Akteure und auch die Zuschauer.
Nana 'Lifestyler' Domena aus Ghana moderiert das alles großartig und macht sich auch immer wieder lustig über die gleichgeschalteten Massenmedien, welche ihn ebenso wie uns alle als "Rechten" verunglimpfen und offenbar nicht zählen können oder wollen, was die gestrige Massendemo anbelangt.

Danke!

Meine Videos

  • Video: Nana und Albert tanzen sich positiv und immun
  • Nana sagt "Frieden"...
  • Jogamönch Dada singt das Mantra 'Baba Nam Kevalam'
  • Haintz & Co - Rechtsanwälte in Grundrechtsfragen

  • Und sperrt man mich ein
    im finsteren Kerker;
    dies alles sind rein
    vergebliche Werke.
    Denn meine Gedanken
    zerreißen die Schranken
    und Mauern entzwei.
    Die Gedanken sind frei.

    Berlin lud Europa zum 29.8.2020 ein

    (und nicht nur Europa kam!)
    Entgegen der neuerlichen Behauptung in den Medien, die Demo sei bereits Mittags aufgelöst worden, komme ich bald nach 16 Uhr rechtzeitig genug, um noch viel von der guten Stimmung und den Reden mitzubekommen. Diesmal füllen die freundlichen, wohlgelaunten Menschen tatsächlich die gesamte Straße des 17. Juni mitsamt Teilen der anderen Stern-Straßen und natürlich auch wieder der Tiergartenbereiche.

    Videoliste zur Demo

    Mitwirkende unter vielen anderen: Michael Ballweg, Bodo Schiffmann, Samuel Eckert, Nana 'Lifestyler' Domena, Markus Haintz, Heiko Schrang, Ralf Ludwig, Heiko Schöning, Herrmann Ploppa, 'Kilez More', sowie als besonderer Gastredner aus den Vereinigten Staaten von Amerika der Neffe des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy Robert F. Kennedy jr.

    Verfassungsgebende Versammlung (2.10.2020)

    Als ich mich dem Bundeskanzleramt nähere, wundere ich mich, noch keine Demonstranten zu sehen. Tatsächlich sind wir zunächst lediglich ettliche Hundert. Zum einen mag es an diesmal vergleichsweise schwacher Bekanntmachung und dem frühen Freitag Nachmittag liegen, an dem sich gewiss noch nicht jeder freimachen kann, zumal direkt vor einem gesetzlichen Feiertag, an dem man nicht einkaufen darf. Zum anderen wurde die gesamte Wiese am Platz der Republik abgesperrt - es ist also überhaupt kein rechter Raum für noch mehr Menschen bereitgestellt.
    Es zeigt sich rasch, welche Absicht dahintersteckt: Immer wieder wird von der kopfstarken und bedrohlich hochgerüsteten Polizei gefordert, man solle die vorgeschriebenen Abstände einhalten - so eingezäunt, eine unmöglich zu erfüllende Aufgabe.
    Als die Polizei zunehmend das Gelände umstellt, ziehe ich mich mit einer meiner Mittänzerinnen vorsichtshalber zurück. Kurz darauf - pünktlich um 17 Uhr - wird alles umstellt, die Versammlung für aufgelöst erklärt und werden die schmalen Endstücke des Streifens ebenfalls abgesperrt.
    Vermutlich sind heute einfach zu wenig Anwälte anwesend, um dieses grenzwertige Vorgehen abzuwehren.
    Immerhin lässt man noch jene hinaus, die gehen wollen. Genau darauf ist man ja aus.
    Trotz aller Drohgebärden scheint es diesmal wenigstens keine Ausschreitungen der Polizei zu geben. Erstere genügen jedoch, dass sich die Menge langsam zerstreut. Damit sind nicht nur alle ausstehenden Reden unterbunden, sondern auch der für später geplante gemeinsame Zug zum Rosa-Luxemburg-Platz und der dortige Gesang.
    Zu dritt beschließen wir, allein dorthin zu pilgern. Unterwegs kreuzen immer wieder andere Demonstrationsteilnehmer mit derselben Absicht. Nirgends gibt es Anzeichen, dass die Polizei in dieser Gegend überhaupt für heute mit einem Demonstrationzug gerechnet hätte.
    Am Zielort hingegen möchte man vermeinen, die Polizei wolle die Demonstranten mit ihrer Anwesenheit gewissermaßen ersetzen. Wahllos werden Menschen vom ohnehin ansonsten recht leeren Platz verwiesen mit der Angabe, die "Querdenken"-Demonstration sei verboten. Man ist sich folglich nicht einmal darüber im Klaren, dass die Kundgebung von Nicht ohne uns organisiert war.
    Von einer einzelnen Dame hören wir das Gerücht, dass man sich nun am "Hauptstadtstudio" der ARD sammele. Da ich keine Kraft mehr habe, auch diese Strecke mein Rad bloß zu schieben, müssen wir uns trennen.

    Als ich vor dem Studiogebäude angelange, findet sich dort lediglich ein versprengtes Grüppchen einiger zehn Menschen, nach zeitgenössischer Musik tanzend oder sich unterhaltend. Leider dauert es nicht lange, bis die ersten Polizeiwagen auftauchen. Körperlich könnte ich noch ein wenig durchhalten, nervlich geht nichts mehr, weshalb ich für den heutigen Abend aufgebe.

    Darstellung der Ereignisse durch die Veranstalter in Demokratischer Widerstand Nr. 22 auf den Seiten 4 und 5.


    Demonstration gegen das Ermächtigungsgesetz (18.11.2020)

    Schon am Morgen höre ich zuhause immer wieder Hubschrauber, dazu die seit Monaten mehr als täglich üblichen Sirenen in erhöhter Dosis.

    Kaum am Hauptbahnhof vorüber, ist plötzlich Schluss. Es ist noch etwas weiträumiger abgesperrt als am 29. August - das gesamte Regierungsviertel, wie mir ein vermummter Volkspolizist versichert. Tatsächlich sind hier sämtliche Brücken über die Spree reichlich von paramilitärischen Truppen besetzt, als rechne man mit informierten Volksmassen. Leider sieht man den meisten Passanten keineswegs an, ob sie dazu zu zählen sind.

    In Ermangelung erkennbarer Verbündeter will ich schon aufgeben, da spricht mich ein anderer
    Radfahrer an, wie man denn dichter drankäme. Gemeinsam beschließen wir, es über den Großen Stern zu versuchen. Eigentlich ist mir dies ja schon im August gelungen - warum komme ich heute nicht von allein darauf?



    Auf der Straße des 17. Juni angelangt - immer wieder eine höchst symbolträchtige Verbindung zum Widerstand 1953 - bekommen wir endlich besorgte Demokraten zu Gesicht, derer vermutlich trotz Tages- und Jahreszeit in die Hunderttausende zählend, da sie sich von der Kreuzung mit der Ytzhak-Rabin-Straße bis zum Brandenburger Tor drängen. Dort am anderen Ende sollen Wasserwerfer im Einsatz gegen die friedvolle Menge sein. Auch hier am westlichen Rand fordert die Staatsmacht immer wieder zur Auflösung auf, hat aber neben dem unfasslich gewaltigen Fuhrpark und schwergerüsteter Infanterie auch scharfe Hunde zur Einschüchterung aufzubieten.
    Ein kleiner Sturmtrupp nagelt nur 30 oder 40 Schritt von mir entfernt ohne erkennbaren Grund einen Mann auf den Boden. Mit der Kamera bin ich auch hier wie schon bei der Hundestaffel zu langsam; rasch sind die Gewalttäter von Demonstranten umringt, die sicherlich außer zu protestieren auch alles dokumentieren.
    Ich fühle mich gelähmt und ratlos. Nach zwei Stunden bin ich erschreckend früh über die Grenze meiner Belastbarkeit hinaus - die acht Monate Berufsverbot als Tanzlehrer machen sich allzu deutlich bemerkbar. Wenigstens habe ich getan, was ich konnte.
    Livesendung der Demo

    Mahnwache vor dem RKI (montags 11-14 Uhr)

    Jetzt tauche ich regelmäßig dort auf und tausche mich mit informierten, liebevollen Menschen aus. Initiator Dietmar ist Psychologe und Traumaspezialist. Die Polizei dagegen steht bloß friedlich im Abseits - das ist man ja gar nicht mehr gewöhnt. Ich freu mich schon aufs nächste Mal!

    Adresse: 13353 Nordufer 20

    Videos von Reden


    Demokratie-Marktplatz (31.7.2021)

    Wo hat man denn schon jemals gesehen, dass ein Markt von mehreren Mannschaftswagen der Polizei flankiert wurde! Am Nettelbeckplatz sorgt die reichlich überrepräsentierte Polizei für beständiges Unbehagen und sucht die Besucher nicht nur durch wiederholte Maskenkontrollen zu verschrecken. Trotzdem nehmen wir auch viele positive Eindrücke vom eigentlichen Markt mit. Es gibt Infostände der Basis, von Christen im Widerstand und anderen Institutionen und Hilfsorganisationen. Unter den Rednern sind Heiko Schöning und Anselm Lenz zu nennen. Markus Haintz hingegen wollen die Veranstalter nicht auf die Bühne lassen, weil sie von ihm zu eindeutige Worte befürchten. Seltsam und schade!

    Der Tag der Freiheit II (1.8.2021)

    Da ich wegen meiner noch zu frischen Netzhaut-OP nicht radfahren soll, suchen wir zu Fuß nach der heutigen Demo. Will heißen, den Hauptzug und die Kundgebung, da heute in ganz Berlin Demionstrationen gegen die faschistischen Corona-Maßnahmen zu erwarten sind. Durch eine Live-Schaltung der Klagepaten auf Peertube haben wir schon bestätigt bekommen, dass diesmal wohl alles mehr auf die gesamte Stadt verteilt ist, weil die Obrigkeit die Proteste unterdrücken will.
    Beim Verlassen des Kiezes werden wir auch tatsächlich bereits durch einen Motorrad-Korso aufgehalten. Schade nur, dass die Herrschaften den Inhalt ihrer Regierungskritik nicht deutlicher anzeigen! Mit dem nachfolgenden schier endlosen Fuhrpark der Staatsgewalt bleibt ein bedrückender Beigeschmack bei uns zurück.
    Auch der Tiergarten ist heute zumindest nach Norden hin noch konsequenter durch die uniformierten Mitbürger eingekesselt und abgeriegelt als am 18.11.. Nach einem Marsch die Spree hinab an verbarrikadierten Brücken entlang stationieren wir uns auf der Lutherbrücke am Ende der Paulstraße. Wir wollen nicht mehr dem Ziel des Regimes folgen und mit Tausenden anderer Demonstranten wie eine Horde Touristen quasi unsichtbar umherirren. Mit einigen anderen Einsichtigen bekommen wir so doch noch unser Demo-Erlebnis, bis uns ein Platzregen mitsamt eines russischsprachigen Korrespondenten und seines Kameramanns von der Brücke fegt. Immerhin haben wir so die Polizei an dieser Stelle eine Weile beschäftigt und gebunden.
    Ohne Schirme und mangels Rädern auch sonst schlecht ausgerüstet, und völlig erschöpft, begeben wir uns auf den Heimweg.

    Medienecho:

  • Aufzug in Berlin - Polizei überfordert? (Video bei Reitschuster)
  • Corona-Demo: "Viele Kilometer, friedlich und fast fröhlich" (Reitschuster)
  • Sommer der Freiheit - Wasserwerfer und Pfefferspray - Eskalation in Berlin am 1.8.21 (KenFM)
  • Videobericht
  • Kreisverband dieBasis: "Unser Vorsitzender wurde Opfer von Polizeigewalt" (Reitschuster)


    Demonstrationen am 28. und 29.8.2021

    An diesem Wochenende sind in Erinnerung an den
    29.8. des Vorjahres, jedoch auch auf den Erfahrungen des diesjährigen 1.8. aufbauend, in Berlin ganze 26 Demonstrationen gegen das totalitäre Regime angesetzt.

    Samstag

    Anfänglicher Unlust zum Trotze begeben wir uns etwas verspätet noch auf die wenig aussichtsreiche Suche nach der Hauptdemo oder einer Ersatzveranstaltung. Zu unserer Überraschung stoßen wir Unter den Linden tatsächlich gerade rechtzeitig auf das Ende des Zuges. Wenn er nicht ebenfalls erheblich später als geplant gestartet ist, muss er wieder eine enorme Teilnehmerzahl erreichen. Überraschender ist freilich der Umstand, dass er von der Polizei nur friedlich flankiert anstatt gestört wird.

    Da ich erst so spät von dieser Demo erfahren habe, müssen wir abends noch zu einem von mir angesetzten Tanztermin. Zuvor schaffe ich jedoch auch noch einmal, auf dem Demokratiemarkt am Nettelbeckplatz vorbeizuschauen. Leider gibt es nicht wie erhofft Hemden von der Basis zu erwerben. Ich werde zunächst allerseits auf das Basiskaufhaus und den Basis-Shop im Internet verwiesen, bis ich darüber mit dem unserem stellvertretenden Landesvorsitzenden Karsten Wappler ein mittelfristig vielleicht zielführenderes Gespräch führe.

    Sonntag

    Zunächst sieht es aus, als fielen unsere Pläne für heute ins buchstäbliche Wasser. Als der Starkregen dann jedoch am späteren Vormittage abzieht, verfolgen wir doch noch unseren ursprünglichen Plan, auf der mutmaßlich gesperrten Lutherbrücke Flugblätter der Basis an die hauptsächliche Zielgruppe zu verteilen. Allein, die Brücke ist gar nicht verriegelt, wohl aber der Regierungsbezirk und der Tiergarten. Es gibt keine anderen Demonstranten zu sehen, mit denen man sich zusammenschließen könnte. Schlafmützig lässt uns die Polizei in den Tiergarten und dort umherirren, bis wir einen "Qualifizierten Platzverweis" erhalten, als wir das Gelände gerade verlassen wollen - diesen jedoch nicht wie versprochen als schriftliche Ehrenauszeichnung zum Andiewandhängen, sondern nach sinnloser Warterei mündlich. Immerhin läuft alles gewaltfrei höflich ab.
    Da ich noch von einer Veranstaltung im Humboldthain gehört habe, versuche ich es am Nachmittage dort, aber wohl zu spät. Ein paar weitere Fotos unserer schönen Wahlplakate inklusive der großartigen Viviane Fischer bleiben meine einzige Beute, sowie die Gewissheit, dank meines Radkorbschildes auch als Solo-Demo wahrgenommen worden zu sein.

    Medienecho:

  • Trotz Verbot – Berlin demonstriert weiter (Reitschuster)
  • LIVE - Verbotene Demo in Berlin (Reitschuster, Video)
  • Demonstrationszug durch Berlin – 29.08.2021 (Kai Stuht / Apolut)
  • Blumentöpfe statt Argumente (Reitschuster)

    Demo-Termine (international)
    Demo-Termine (bundesweit)


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    Oliver H. Herde

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