Von Hysterie zu Hysterie

Gegen das Vergessen ein Rückblick auf 2022 von Oliver H. Herde

Oliver H. Herde Es ist beileibe nichts Neues, wenn Ängste als Instrument der Herrschaft verwendet werden und folglich hierfür ohne Unterlass geschürt werden müssen. Dies gab es zu allen Zeiten. Neu ist allenfalls die immer schnellere Erfindung ständig neuer Krisen. Wenn sich schlechte Nachrichten besser verkaufen als gute, so tragen allerdings deren Abnehmer eine wesentliche Schuld daran.

Der Corona-Mythos bröckelt. Immer mehr schwenken auch Redaktionen der Altmedien aus dem Hygiene-Hysterie-Konzert aus und berichten über seit Jahren bekannte Sachverhalte und die fatalen Nebenwirkungen der staatlichen Maßnahmen: Covid-19 ist nichts Besonderes, die Spritze überflüssig und gefährlich, sämtliche Regierungsmaßnahmen waren, sind und bleiben darüber hinaus nutzlos und rechtswidrig. Dies kann nur die Staatsgläubigsten noch überraschen.
Nun wird es zur Aufgabe der Gesellschaft und speziell der Widerstandsbewegung, eine Wiederholung der beispiellosen Menschenrechtsverletzungen und der Selbstzerstörung zu verunmöglichen. Zugleich sind eine ausführliche Aufarbeitung der Verbrechen und die grundliegende Umformung der sie ermöglichenden Strukturen unumgänglich.

Da sich aus dem Corona-Geschäft immer weniger herausholen lässt, verlegt man sich wieder zunehmend auf andere Themen. Die unrechtmäßigen und unverhältnismäßigen Regierungsmaßnahmen sind noch nicht einmal beendet, da wird schon unter neuen Vorwänden des angeblichen Klimaschutzes und des bösen Russen erneut gegen die eigene Bevölkerung vorgegangen.
Dabei sind Klimakleber und Streitereien um die Anzahl der Geschlechter wohl eher als Scheingefechte anzusehen - als Ablenkungen von der Unfähigkeit und dem bösartigen Egoismus, welche dieses Land regieren. Die staatliche Um- und Fehlverteilung soll weiter vorangetrieben werden; man behandelt irgendwelche Symptome, um einzelnen Wählergruppen nach dem tellerrandbeschränkten Munde zu werkeln - stets zum Schaden der Allgemeinheit, die das zu bezahlen hat.

Die Bundesregierung ist nach Jugoslawien und Afghanistan erneut aktiver Kriegsteilnehmer. Statt der einstigen Vermittlerrolle werden nun ukrainische Soldaten auf deutschem Boden ausgebildet und reichlich Waffen in ein Kriegsgebiet geliefert - beides wiederum auf Kosten der eigenen Bevölkerung. Begleitend schwingen Politiker aller Altparteien hetzerische Reden wie schon während der Corona-Hysterie. Dennoch steht Russland zu den Handelsverträgen. Die Wirtschaftssanktionen schaden niemandem als den deutschen Ländern und Europa, derweil sich nordamerikanische Konzerne mal wieder die Hände reiben.
Letztlich sind es hauptsächlich die wirtschaftlichen und militärischen Interessen der Vereinigten Staaten, welche diesen Krieg 2014 mit dem damaligen Putsch in der Ukraine begannen. Obgleich die NATO ihren Zweck zu Beginn der 1990er verloren hat, breitet sie sich als Werkzeug des US-Imperiums immer weiter aus; so lässt sich Russland immer besser mit Atomwaffen bedrohen, anstatt ihm ebenfalls den Eintritt in das Bündnis zu gewähren. Es wäre in europäischem Interesse, die NATO aufzulösen oder doch wenigstens auszutreten.

Doch die Kriegskosten und die wirtschaftliche Selbstzerstörung sind nur eine Teilursache für die Inflation. Schon die besinnungslosen Ausgaben für den Hygiene-Faschismus haben Löcher in die Staatskasse gerissen, zumal aus dem zerbombten Mittelstand nun weniger Steuern gesogen werden können. Besonders schwer wiegt die seit langen Jahren vollkommen verfehlte Energiepolitik der Altparteien. Hier sei nur auf das I-Tüpfelchen hingewiesen, dass die großmäulige Energiewende stets unter der Voraussetzung des russischen Gases als Rückversicherung vorangetrieben werden konnte.
Solches vermag mit keiner noch so waghalsigen Verschwörungstheorie mehr erklärt werden und beweist nichts anderes als den einfältigen, kopflosen Aktionismus eines ausufernden Staates und seiner überheblichen Akteure.

Aufgrund zahlreicher manipulierender Mängel wurde die Wahl vom 26.9.21 durch das Berliner Verfassungsgericht für ungültig erklärt. Verantwortlich für das undemokratische Wahldesaster und die enorme Verzögerung der Wahlwiederholung bis zum 12.2.23 sind vor allem abermals die Altparteien, welche hierdurch massiv profitieren. Im Bundestag verhindern sie noch immer eine Wiederholung auch der Bundestagswahl für ganz Berlin, da sie einen Wegfall der Überhangmandate und somit eine Verkleinerung des Gremium auf seine Sollstärke befürchten müssen. Auch hier geht es also wieder einmal um das Geld der Steuerzahler.

Was man vor allem aus den Maßnahmen in der erfundenen Pandemie lernen kann, wenn man es nicht eh wusste: Weder eine Pandemie, noch eine Naturkatastrophe, noch ein Krieg, noch der Besuch von Außerirdischen - es gab und gibt auf alle Zeiten KEINEN ausreichenden Vorwand, die Menschenrechte und das Grundgesetz zu missachten. Ohne umfassende Selbstbestimmung kann es niemals eine wahrhaftige Demokratie geben.

Dieser Text wurde auch auf der Mahnwache vor dem RKI vorgetragen.

Zum Thema:

  • Corona-Chronik Vorgeschichte, 2020, 2021, 2022
  • Jahresrückblick von Daniele Ganser


    Tagesgedanken 2022


    Oliver H. Herde

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