Wenn es um preiswertes Einkaufen von Lebensmitteln geht, sollte man nicht auf den Preis achten. Ganz richtig!
Man kann kaum oft genug darauf hinweisen: Entscheidend ist der GRUNDPREIS, dessen Angabe seit 2000 allgemein Pflicht ist. Durch ihn lassen sich angesichts der verschiedenen Packungsgrößen die Preise leicht(er) miteinander vergleichen. Ein wenig versucht sich der Handel darum herumzudrücken, indem er die Grundpreise nur sehr klein darstellt. Dadurch lassen sich viele Kunden täuschen. Zudem findet man neben Kilogramm- und Literpreis bei kleineren Packungen auch oft nur die Preise je 100 g oder 100 ml, allerdings lassen sich diese ja noch recht leicht umrechnen. Bei Packungen zu 100 g oder 1000 g fehlt die Angabe des Grundpreises manchmal, weil jener dem Endpreis entspricht.
Wir verfügen im Kiez und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft über mehrere Supermärkte. Hinzu kommt der Wochenmarkt in der Genter Straße, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet. Damit lässt sich auch bei ausgeprägtem Preisbewusstsein eine große Sortenvielfalt bekommen.
Man bedenke, dass ein höherer Preis eben nicht zwingend auch für mehr Qualität bürgt. Im Gegenteil sorgt man mit etwas konsequenter Sparsamkeit ganz nebenher dafür, dass man nicht entgegen der Jahreszeiten teure Exportware erwirbt. Oft ist es nur der Snob-Effekt, der jemanden die teurere Ware aussuchen lässt. In Wirklichkeit bezahlt man den Markennamen extra und die kostspielige Werbung statt eines echten Mehrwertes.

Dieser Artikel erschien auch im Kiezboten.
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