der Mahnwache
Nach einigem Hin und Her übergebe ich die Verantwortung und das Material der Mahnwache für heute an meine liebe und eifrige Vertretung und fahre statt der Teilnahme zu meinem Zahnarzt. Allerlei Gespräch, Untersuchung und ein Röntgenbild später steht fest: es war doch nur feierlicher rauhnächtlicher Aufbisschmerz, wenngleich begünstigt durch alternde Füllungen, die jedoch bis zu ihrem Ableben erst einmal an ihrem Ort verbleiben.
Heute werden meine Webseiten 30 Jahre alt. Sie enthalten die Themen Weltgeschichte, Rollenspiel, Politik, Geschichten, Tanz, Science Fiction, Fantasy, Tipps, Parodie, Soziale Medien, GEZ, Flohmarkt, Briefmarken, Tagebuch, Videos, Demos, Sparen, Feiertage - und fast alle anderen...
Nun zähle ich doch noch einmal nach, wie viele Tänze mir zu 350 im Tanzbuch noch fehlen und stelle fest... es ist bereits einer mehr!
Bei einem Ball wird von Leipziger Freunden eine besonders begeisternde Gasse vorgeführt. Nach ein paar Strophen breche ich in Tränen aus, als mir bewusst wird, derzeit noch nicht wieder eine geeignete Gruppe zur Nachahmung zu haben.
Bereits die Verhandlungen um den Festsaal unseres letzten Balls versetzen mich seit gestern in Freude und Tatendrang. Leider ist er nur am Wochenende buchbar, weswegen ich meinen 60sten einen Tag später feiern muss, aber dies mag auch Vorteile einbringen. Zugleich steht nun auch der Termin für den nächsten Ball fest.
Eine herbe Enttäuschung wartet auf unsere Tanzgruppe in Gestalt eines Yoga-Terzetts. Nach einem Dreivierteljahr Kommunikationsunlust und preislicher Kompromisslosigkeit hat die Raumverwaltung auch noch eine Doppelbelegung fabriziert!
Zwei unserer Leute winken zu einem Fenster empor. Der Mann droben winkt zurück.
Ein voller, doch zugleich erfüllter Tag: Morgens kläre ich noch einige offene Punkte für unseren Wiedereinzug in den alten Tanzraum. Danach erfolgt unsere Jübiläumsfeier anlässlich
Wie ich höre, spricht Stefan Hockertz in seinem Telegram-Kanal über unser Mahnwachen-Jubiläum.
Nach fünfeinhalb Jahren Zwangspause bekommen wir ab Oktober endlich den kleineren unserer beiden Tanzräume zurück! Den größeren gibt es überhaupt nicht mehr.
Nach 7 Jahren versucht man im Sprengelhaus wieder ein etwas größeres Fest, zu dem man uns für einen Auftritt angefragt hat. Es bleibt bescheiden, zumal wegen des wechselhaften Wetters der Hof kaum genutzt werden kann. Trotz angeblicher Erderwärmung ist es zum ersten Male kalt genug für meine volle Festgarderobe, die ich zudem noch mit weiteren Schichten unterfüttern muss. Meine beiden besten Damen sind deswegen gar krank und fallen aus. Für Aufnahmen bietet sich keine rechte Gelegenheit, und ich habe wenig Hoffnung, noch welche von Zuschauern zu erhalten. Immerhin konnten wir ein paar Menschen begeistern.
Heute haben wir einen Finnen zu Gast, der für einen Monat in Berlin weilt, um seinen Forschungen auf dem Gebiet der Basisdemokratie nachzugehen. Hierfür besucht er auch einige Demos. Ich überreiche ihm zur Analyse zwei Flugblätter der Basis sowie für Rückfragen meine Visitenkarte.
Wir sprechen erstmals über das in 5 Monaten anstehende 5jährige Mahnwachenjubiläum und wie es zu feiern sei.
Wegen zweier zeitgleicher Bälle in Berlin und Leipzig sowie erneut mehrerer Krankheitsfälle sind wir nicht so viele wie erhofft. Immerhin wird die Saalmiete gerade so zusammengespendet. Doch die vielen fröhlichen Gesichter und begeisterten Danksagungen entlohnen mich reichlich.
Anmeldungen, Absagen hin und her - womit ich dann wieder einmal endgültig den Überblick verloren habe, wie viele wir beim Ball sein werden.
Zwar gibt es eine erstaunlich schnelle Antwort, doch keine Hilfe. Tschüss Ebay!
Heute haben wir jemanden aus Armenien zu Gast, der ein Interview für einen heimatlichen Sender wünscht und selbstverständlich erhält.
Da wir es dank hastiger Neuwahl in Kombination mit Verwaltungshürden und gesetzlichen Feiertagen in Berlin aller Voraussicht nach nicht mehr rechtzeitig auf die Wahlzettel schaffen werden, denke ich erstmals in meinem Leben darüber nach, mich den Nichtwählern zuzumengen. Doch warten wir ab, was sich dann noch bietet. In schlimmster Verzweiflung wäre eine handschriftliche Ergänzung des Wahlzettels zumindest eine Aussage.
So eine Basis-Weste beschert einem auch höchst erfreuliche Begegnungen: Im Supermarkt bekomme ich Anregungen, wo man vielleicht noch Unterstützerunterschriften erlangen könne.
Mein jährlicher Blick auf die Zugriffsstatistik bleibt angesichts fortgesetzter Diskriminierung durch Suchmaschinen wenig begeisternd. Dennoch beweisen die zahlreicher werdenden Direktzugriffe sowie die längste durchschnittliche Verweildauer seit je einen gemächlich wachsenden treuen Leserstamm. Besonders erfolgreich sind Tanzbuch und Tanzvideos sowie meine offenbar sehr beliebten Briefmarken.

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