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Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich trotz Mitgliedsbeitrages in eine Partei eingetreten und erhalte heute meine Bestätigung.
Ein Vierteljahrhundert
Auf der wöchentlichen Mahnwache vor dem RKI kommt zur Abwechslung einmal ein wirklich interessierter junger Mann vorüber, der sich von mir ausführlich erklären lässt, warum wir da herumstehen und was gerade so alles schiefläuft. Wenngleich er auch am Schluss offensichtlich überfordert von all den Neuigkeiten, die er sich noch nicht recht vorstellen kann, aufgibt und das Weite sucht, so rechne ich ihm diesen Versuch doch überaus hoch an: Er hat sich viel Zeit genommen, wenig selbst behauptet und viel gefragt. Meine Antworten mögen als erste Grundlage dienen, wenn er wieder dergleichen hört.




Wieder einmal bin ich vor einem unüberwindlich erscheinenden Berg von Kleinigkeiten und einer Verkettung widriger Umstände gescheitert. Eigentlich wollte ich am Landesparteitag der Basis teilhaben. Allerdings geht ein plötzlich von der Stadt verordneter Schnelltestzwang für Versammlungen mir doch weit über eine Unannehmlichkeit hinaus. Dies und anderes kam mir einfach zu kurzfristig, als dass ich mich hätte seelisch darauf vorbereiten können, wie damit umzugehen sei.

So bin ich nun Basis-Kandidat Nummer 11 von 20 für die Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte. Knapp 20% bei der Wahl im September genügen, dass ich einziehen kann. Zudem mag es im Laufe von 5 Jahren Nachrückerbedarf geben.
Nunmehr bin ich obendrein amtlich bescheinigt wählbar. Vielleicht wird man ja eines Tages sogar etwas gegen diese Papierkriege unternehmen können.
Einen gewissenhaften Richter zu ehren, der für sein gerechtes Urteil unbegreiflicher Verfolgung ausgesetzt ist, platziere ich eine Kerze vor dem Gesundbrunner Amtsgericht, wie es zugleich überall im Lande vermutlich Tausende halten. Bereits eine andere Kerze und zwei Blumen finden sich hier, kurz darauf kommen in meinem Beisein weitere auch mit erklärenden Schildern hinzu.
"Moskau" von Dschingis Khan - wann konnte ich zuletzt so lebensfroh tanzen und singen wie heute?
Bei der Mahnwache vor dem RKI wird auch schon mal getanzt. Mein plözliches neues Lieblingsstück "Allesamt in än Sack midde nei!" lässt mich derart wie ein Flummi umherspringen, dass ich mich selbst darüber erstaune, was ich trotz all der Maßnahmen noch zu leisten fähig bin. Dieser Moment des Glückes ist mir dann auch die abendlichen Knieschmerzen wert.
Wegen all den Verwaltungsvorschriften, Wahlordnungen und den Einschränkungen durch Hysterie-Maßnahmen, zudem einer anfangs noch nicht ganz ausgereiften Informationslage der Kandidaten unserer jungen Partei verlieren wir sehr viel Zeit. Sicherlich einer von vielen gewollten Benachteiligungsaspekten gegenüber Kleinparteien. So gelingt es uns leider nicht, alle bereitwilligen Kandidaten in die Aufstellungslisten für Abgeordnetenhaus und Bundestag aufzunehmen. Ein Jammer! Frei bleibende Mandate wären tragisch, wie unwahrscheinlich sie auch manchem erscheinen mögen.
Eine schöne Idee von Annegret:
Aufgrund der anstehenden Reise habe ich für die Basis heute kaum mehr Zeit, als meine gesammelten Unterstützerunterschriften abzugeben. Als ich jedoch meine Idee verkünde, vor den Treffen Tanz anzubieten, werde ich gefragt, ob ich mir solches auch für den Wahlkampf vorstellen könne. Natürlich! Ich hatte selbst schon mit dem Gedanken gespielt. Und ein Buch möchte der Parteigefährte auch gern haben. Selbstverständlich wird er beide bekommen.
Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag, liebe Basis!
Dank Mitfahrgelegenheit kann ich beim Landestreffen der Basis teilnehmen. Auf kurze Entfernung erkenne ich sogar Personen.
Beim Treffen der Basis Mitte schildern zwei Grundschullehrerinnen die verstörenden Zustände an den Schulen. So hat beispielsweise eine Kollegin die Kinder wie in der DDR aufmarschieren lassen - nicht etwa für eine kleine Theateraufführung, sondern zur Vorexerzierung des Maskentragens und Selbsttestens! In Erinnerung der leeren, traurigen, ängstlichen oder auch wütenden Blicke der Kleinen bricht die Berichtende in Tränen aus.
Auch bei der Mahnwache vor dem RKI werden die Gespräche immer persönlicher und vertrauter. Ein paar richtig wohltuende Stunden, welche zudem die Aussicht eröffnen, dass meine Briefmarken vielleicht im Demokratischen Widerstand auftauchen könnten. Und natürlich fiebern alle schon der Demo am Sonntag entgegen.
Eine Neue erzählt mir, dass sie vom Treffpunkt der Basis Mitte durch ein absurdes Hetzkampagnen-Flugblatt der Antifa erfahren hat...
Für den Wahlkampf leihe ich der Basis Berlin Mitte zinslos 2000 Euronen.
Bei dem am Sonntag auf der Demo ums Leben gekommenen handelt es sich um ein Gründungsmitglied der Basis, welches ich jedoch vermutlich nicht persönlich kannte. Traurig genug.
Es war eine unruhige Nacht, da mir langsam all die Konsequenzen der Nichtzulassung unserer Liste für den Bundestag ins Unterbewusstsein vordringen. Denn dass die Verfassungsbeschwerde in solch recht unsicherer Zeit Erfolg bringt, vermutet wohl niemand ernsthaft. So kann Viviane Fischer wohl nur als Direktkandidatin an das wohlverdiente Mandat gelangen. Zudem wird es keine Gelder für die entgehenden Zweitstimmen geben.
Meine Mutter ruft morgens aus dem Berliner Süden an, mir begeistert zu berichten, zwei unserer Wahlplakate gesehen zu haben. Mittags bekomme ich ähnliche Meldung durch meine Lebensgefährtin aus dem Norden.
Während unseres Aufenthaltes im Humboldthain reißt ein Grundgesetzleugner mein Radkorbschild mitsamt Folie und Stützpappe ab. Zum Glück habe ich noch alle Materialien vorrätig. Im Endeffekt regt mich dieser sachbeschädigende Raub dazu an, sogleich eine Zweitversion des Schildes mit Werbung für dieBasis anstatt für meine eigenen Webseiten zu entwerfen.
Bei mir wird das große Demo-Wochenende noch durch die montägliche Mahnwache vor dem RKI verlängert, bei welcher ich erstmals als Veranstalter auftrete. Meine unterschwellige Aufregung erweist sich wie erwartet als unbegründet, da ich kaum anderes als sonst auszustehen habe: Ich muss lediglich mal pünktlich sein und die gesamte Zeit bleiben, einem friedlichen Polizisten meinen Ausweis zeigen und bekomme dafür noch einige Dankesworte von Teilnehmern. Darunter sind heute auch wieder ein paar Demo-Touristen aus fernen Städten.
Zur besonderen Unterstützung unserer großartigen Direktkandidatin Viviane Fischer für den Bundestag in Berlin Mitte habe ich rasch ein Blatt nur mit ihren Briefmarken erstellt.
Abends bei unserer kleinen Wahlfeier - der ersten meines Lebens - hört man erste enttäuschende Hochrechnungen bereits lange vor Schließung der letzten Wahllokale. Dies stellt eine erhebliche unzulässige und damit anfechtbare Wahlbeeinflussung dar. Die Zahlen zeigen deutlich, wie wenige begriffen haben, dass sie die "Pandemie" abwählen könnten. Aber
Ein Techniker gesellt sich in seiner Pause zur Mahnwache und berichtet uns zwecks positiver Rückmeldung, dass drinnen einige Mitarbeiter unsere Aktion sehr begrüßen und hoffen, dass wir weitermachen. Sie trauen sich lediglich nicht zur offenen Meinungsäußerung.
Diese Woche hat dieBasis 30.000 Mitglieder erreicht, dazu die Menschen im laufenden Aufnahmeverfahren. Noch dieses Jahr überholen wir die AfD.
Interessant: Auf staatlichen Webseiten findet sich die Entwicklung der Mitgliederzahlen von Parteien nur bis 2019. Auch beim in aktuellen Dingen so tendenziös gewordenen Wikipedia kennt man dieBasis auf den entsprechenden Seiten noch nicht - dafür war sie bis zu meiner Korrektur bei den Parteien unter P aufgelistet...
Plötzlich habe ich einen Stapel Wahlplakate im Keller...
Nun habe ich also auch die Mahnwache vom zweiten meiner Vorgänger als Veranstalter geerbt. Im Grunde ändert sich für mich nichts weiter, als dass ich vereinzelt Zeit mit der Verwaltung vergeude und bei den - etwas verkürzten - Terminen vollzeitig anwesend sein muss.
Endlich konkrete Aussicht auf einen gelegentlichen Tanzraum!
Vor dem RKI werden Bäume abgeholzt. Wir spielen Alexandras "Mein Freund der Baum ist tot", wobei ich die zwei ersten Zeilen leidenschaftlich mitsinge.
Auf dem virtuellen Bundesparteitag werden Reiner Füllmich und Viviane Fischer jeweils im ersten Wahlgang trotz zahlreicher Gegenkandidaten mit absoluter Mehrheit zu den neuen Vorstandsvorsitzenden der Basis gewählt. Ich freu mich!

Wie ich heute erfahre, vertritt Wolfgang Wodarg nunmehr die Säule der Freiheit im Bundesvorstand. Eine gute Vorbereitung auf das ihm zukommende Amt des Gesundheitsministers, da es ohne Selbstbestimmung und Lebensfreude keine Gesundheit geben kann. Dem Bankkaufmann und seinem wahnsinnigen Nachfolger ist solche Erkenntnis ja leider vollkommen fremd.
Die Hauptversammlung verdonnert mich dank meiner Gutmütigkeit zum Schatzmeister. Eigentlich ist es eine Anerkennung und ein Vertrauensbeweis, aber dies ist gewiss der unattraktivste Vorstandsposten. Im Grunde willige ich nur ein, weil ich Hoffnung trage, ihn bereits im Januar an jemanden abtreten zu können, der erst dann lange genug Mitglied ist.
Auf der Mahnwache werden wir trotz der zunehmend schwierigen Witterung seit seit Wochen eher mehr als weniger.| Tagesgedanken 2012, 2013 2014, 2015 2016, 2017 2018, 2019 2020, 2022 2023, 2024 aktuell | 2021 Jahresrückblick Kalenderblatt | Vorgeschichte 2020 2021 2022 2023 Erinnerungen: | Italienisches Tagebuch (1995) Wie ich radfahren lernte (1999) Notizen aus der Provinz (2014) Bilder aus der Altmark (2015) Harz war's (2016) Autounfall eines Radfahrers (2017) Ein Jahr Basis (2021) Stehende S-Bahn (2025) Weihnachtsgedanken (seit 1995) Demonstrationserlebnisse (seit 2020) |
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